Volkspark aufgewertet

Ein Park nach englischem Vorbild

Die Sichtachsen lassen – nach englischem Vorbild – traumhafte Ein- und Durchblicke zu. Zum Konzept gehören auch die Wasserflächen.
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Die Sichtachsen lassen – nach englischem Vorbild – traumhafte Ein- und Durchblicke zu. Zum Konzept gehören auch die Wasserflächen.

Der Meinerzhagener Volkspark zwischen Kapellenweg, Volme- und Bahnhofstraße hat eine lange Geschichte.

Meinerzhagen – „Der wesentliche Teil wurde zwischen den Jahren 1800 und 1888 angelegt. Einen Einschnitt gab es dann 1950, als der Park der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde“, erläutert Valko Gerber von der Stadt Meinerzhagen.

Seitliche Flächen gestaltet

Inzwischen ist die etwa 22 000 Quadratmeter große Fläche im Herzen Meinerzhagens ein echtes Schmuckstück, inklusive der aufwendig renovierten Villa im Park. Das i-Tüpfelchen auf dem Projekt „Volkspark“: Jetzt wurden die seitlichen Flächen, die gegenüber dem Rathaus unmittelbar am Radweg liegen, nach historischem Vorbild hergerichtet und wieder begrünt. Dafür investierte die Stadt etwa 35 000 Euro.

Mit der Planung befasst waren in der heimischen Verwaltung Valko Gerber und Torsten Hasek. Beide sind zufrieden mit dem, was bei dem Projekt herausgekommen ist: Als Vorbild für die gesamte Parkfläche dienten die englischen Landschaftsparks. Dabei kommt es auf dem gesamten Gelände sehr auf ein natürliches Erscheinungsbild an. Torsten Hasek erläutert: „Wichtig sind die unterschiedlichen Sichtachsen, die Einblicke in den Park gewähren. Ein Markenzeichen sind auch die einzelnen Bäume, von denen nicht mehr als zwei zusammenstehen.“ Außerdem, so Hasek weiter, gebe es wie nach den englischen Vorbildern Plätze zum Verweilen und hohe Bäume, die Schatten spenden. Sie stehen meist einzeln. Zum Gesamtbild gehören außerdem die Wasserflächen.“

Landschaftsverband war beteiligt

Gerber und Hasek konnten beim Bepflanzen des Seitenbereiches, der jüngsten Maßnahme im Park, übrigens nicht nach Gutdünken vorgehen. Gerber: „Der Landschaftsverband Westfalen Lippe war beteiligt. Und das Ingenieurbüro Drecker hat anhand von alten Fotos und teilweise auch Luftaufnahmen das Konzept ausgearbeitet.“ Fest stand danach: Die Hecke, die den Park einst an der Seite zur Bahnhofstraße regelrecht abschottete, musste weichen. „Das war eine sehr aufwendige Arbeit, weil auch die Wurzeln herausgeholt werden mussten“, erläutert Gerber.

Als das geschafft war, ging es an die Herrichtung des Untergrundes und die Bepflanzung. Das übernahm die heimische Firma Görliz, Garten- und Landschaftsbau. Deren Mitarbeiter werden das Projekt auch weiter begleiten, bis Ende des Jahres 2022.

Wald-Simse gepflanzt

Dort, wo einst die Hecke stand, wurde nun zum Beispiel Wald-Simse angepflanzt, ein Grasgewächs. Auch Hortensien gedeihen dort, ebenso wie die Elfenblume und Waldsteinia, ein Rosengewächs.

Dass die Randfläche nun sehr offen gestaltet wurde, hat aus Sicht von Valko Gerber auch einen ganz praktischen Effekt: „Die Hecke war vorher so eine Art Müllschlucker. Dort wurde viel Abfall hineingeworfen – und der verschwand so aus dem Blickfeld. Das wird jetzt so sicherlich nicht mehr passieren.“

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