Haus aus dem Jahr 1577 begeistert Experten

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Der Lindlaer Bauhistoriker Dieter Wenig (rechts) erläuterte Details zum Schürfelder Hallenhaus.

Meinerzhagen -  Die Inschrift auf einem Stein hat es bestätigt: Das Hallenhaus in Schürfelde wurde im Jahr 1577 erbaut. Experten des Freilichtmuseums Lindlar haben die historisch wertvolle „Immobilie“ vor Jahren entdeckt, die Bausubstanz inzwischen erfasst und wissenschaftlich ausgewertet – jetzt wird das Haus ab- und im Museum wieder aufgebaut.

Von Jürgen Beil

Am Dienstag nahmen unter Führung des Lindlaer Museumsleiters Michael Kamp und seines Bauhistorikers Dieter Wenig Experten aus dem ganzen Land das Hallenhaus noch einmal im Originalzustand unter die Lupe. Dabei waren auch Vertreter der Freilichtmuseen in Detmold und Kommern.

Doch auch Fachleute aus anderen Regionen bekundeten durch ihre Teilnahme an dem Besichtigungstermin Interesse an dem Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert. So waren neben Vertretern der beiden Denkmalämter des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) auch das Freie Institut für Bauforschung und Dokumentation in Marburg, das Labor für Dendroarchäologie (Altersbestimmung von Holz) der Universität Köln sowie die Pressler GmbH, Planung und Bauforschung, aus Gersten im Emsland vertreten.

Vor dem Besuchstermin in Schürfelde hatte sich die Gruppe im Haus Nordhelle in Valbert versammelt. Dort fand eine Fachtagung zum Hallenhaus statt, bei der das Gebäude in allen Einzelheiten vorgestellt wurde. Dass das Haus etwas ganz Besonderes auch für die heimische Region ist, verdeutlichte Museumsleiter Michael Kamp im Gespräch: „Der Märkische Kreis und die Region Oberberg sind die südlichsten Landesteile, in denen dieser Haustyp gebaut wurde.“

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