Hinweistafeln für Hausnummern

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Auf diesem Orientierungsplan in der Hardenberger Ortsmitte sind alle Hausnummern vermerkt.

Meinerzhagen - Die Hausnummer 36 neben der 29? Die 52 neben der 40? In kleinen Ortschaften wie Hardenberg sind solch kuriose Nummern-Nachbarschaften keine Seltenheit, gibt es dort nicht mehrere Straßennamen, sondern nur das Dorf als Adresse.

„Und wenn dann neu gebaut wurde, erhielt das neue Gebäude eben die nächste freie Nummer“, erklärte Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar am Dienstag im Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt. Die Folge: teils orientierungslose Besucher, denen offenbar auch ein Navigationsgerät nicht weiterhilft. Die Lösung laut Stadtverwaltung: die Installation von Hinweistafeln.

Wie diese funktionieren, beweist seit Längerem die Dorfgemeinschaft Hardenberg. Sie hat in der Ortsmitte einen Orientierungsplan aufgehängt, auf dem sämtliche Hausnummern leicht ersichtlich sind (siehe Foto). Ein Vorbild, dem nun andere Ortschaften folgen könnten. Denn der Ausschuss stimmte dem Vorschlag der Verwaltung zu, dieses Konzept mit Hilfe stabiler Schaukästen auch in zehn weiteren Ortschaften umzusetzen. Neben Hardenberg sind dies: Hösinghausen, Lengelscheid, Hahnenbecke, Wilkenberg, Rinkscheid, Spädinghausen, und Nordhellen sowie – nach Antrag von Udo Maahs (SPD) im Ausschuss – Vorder-, Mittel- und Echternhagen.

Auf etwa 50.000 Euro schätzt die Verwaltung die Kosten für die Schaukästen, wobei dank sogenannter Leader-Förderung „nur“ 18.000 Euro bei der Stadt als Träger des Projekts verbleiben würden.

Kritisch betrachteten jedoch Jan Blume und Volkmar Rüsche (beide CDU) die Kosten der Maßnahme. Rüsche hinterfragte dabei auch das Auswahlkriterium, wann eine Ortslage solch ein Schild erhalte und wann nicht. „Wir müssen damit rechnen, dass es Anfragen aus anderen Dörfern geben wird“, sagte der CDU-Ratsherr, der sich bei der Abstimmung zum Projekt ebenso wie drei Parteikollegen seiner Stimme enthielt. Und doch wurde es einstimmig durchgewinkt – vorbehaltlich einer Förderzusage im Rahmen des Leader-Programms. Allerdings betonte Regionalmanagerin Friederike Schriever am Dienstag, dass die Aussichten dafür gut stünden.

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