Wer hilft der Hupendo-School?

Weihnachts- und Neujahrsgrüße erreichten die Meinerzhagener aus der Hupendo-School in Nairobi.

MEINERZHAGEN ▪ Das Ehepaar Karin und Fritz Nicolay arbeitete um die Jahrtausendwende im Gästehaus der „Schwestern vom kostbaren Blut“ in Nairobi (Kenia). Als im Jahr 2002 dann ein „Hilferuf“ zu ihnen vordrang, handelten sie schnell und unbürokratisch. Die Hupendo-School in einem Armenviertel der Millionenstadt brauchte dringend Unterstützung. Dass daraus eine Lebensaufgabe werden würde, hätten die beiden Echternhagener damals nicht gedacht.

Heute wäre ein geregelter Schulunterricht in der Einrichtung ohne das fortwährende Engagement der Volmestädter kaum möglich. Schulbücher, Bänke, Tafeln, eine Küche, Wassertanks, Toiletten, „normale“ Gebäude – all das wäre nicht vorhanden ohne die ständig Hilfe aus Deutschland. Erst in dieser „Weihnachtsmarkt-Saison“ nahmen die Nicolays 2000 Euro ein. Das gelang durch den Verkauf von Kunstgegenständen, die sie von ihren Besuchen in Kenia mit in die Heimat bringen.

Die Hupendo-School braucht dieses Geld dringend, denn ständig müssen neue Herausforderungen bewältigt werden. So auch jetzt: Durch starke Regenfälle – die in dieser Jahreszeit in Nairobi üblich sind – rutschten ganze Gebäude den Anhang hinunter, auf dem die Schule steht. Was tun? Diese Frage ist aus Sicht der Nicolays einfach zu beantworten: „Wir müssen Mauern bauen, die die Schlammlawinen auffangen“, erläutern die Nicolays ihr nächstes Projekt. Genau dafür sind auch die 2000 Euro bestimmt – doch dieses Geld wird kaum ausreichen. Etwa 6000 Euro wurden für die „Wellenbrecher“ veranschlagt. „Auch das werden wir schaffen“, geben sich die Nicolays zuversichtlich, mit Hilfe von Spenden Abhilfe schaffen zu können.

Wer also helfen möchte, kann seine Spende auf eines der Konten, deren Nummern am Ende dieses Artikels abgedruckt sind, überweisen.

450 Kinder besuchen die Hupendo-School zurzeit, die Schülerinnen und Schüler sind meist Waisen oder haben arbeitslose Eltern. Eine Vorschule, eine Grund- und eine weiterführende Schule werden dort von 13 Lehrern betreut. Die verdienen zwischen 30 und 50 Euro im Monat. Außerdem fallen Kosten für eine Köchin und einen Wachmann an und auch das Brennholz muss bezahlt werden. Inzwischen hat der Staat auch die Zuschüsse zu den Lebensmitteln eingestellt, weil in Kenia eine große Hungernot herrscht. Umso wichtiger ist die Hilfe aus Meinerzhagen, die es inzwischen sogar ermöglichte, das Schulgelände zu kaufen.

Immer wenn die Nicolays glauben, dass Schüler und Lehrer in Ruhe arbeiten können, gibt es neue Rückschläge. Neben den Schlammlawinen sorgte zuletzt auch ein Feuer für Aufregung: „Uns erreichte die Nachricht, dass durch einen elektrischen Defekt fünf Klassenräume verbrannt sind“, berichten die Nicolays. „Es waren zum Glück Schulferien und die Räume wurden aus den Resten wieder aufgebaut, so dass der Schulbetrieb nach Weihnachten wieder aufgenommen werden kann“, freuen sich die beiden Echternhagener über das Glück im Unglück.

„Unser Dank gilt den vielen bisherigen Spendern und wir bitten Sie im Namen der 450 Schulkinder, sie auch in Zukunft nicht zu vergessen“, appellieren die Nicolays eindringlich. Spenden können überwiesen werden an das Evangelische Kreiskirchenamt Lüdenscheid, Konto 562, bei der Sparkasse Lüdenscheid, BLZ 458 500 05, Stichwort „Hilfsprojekt Kangemi/Kenia“ oder an die Steyler Bank in Sankt Augustin, Konto 11009, Bankleitzahl 38621500, Stichwort AZ 1991, Hupendo School. Es werden auch Spendenbescheinigungen ausgestellt.

Von Jürgen Beil

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