Samstag geht's los: Drei Tage Kirmes in Meinerzhagen

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Die Herbstkirmes findet in Meinerzhagen von Samstag bis Montag statt.

Meinerzhagen - Strahlender Sonnenschein, milde Temperaturen. Perfektes Kirmeswetter – jedenfalls im vergangenen Jahr gab es das. Doch auch für das Wochenende sehen die Prognosen nicht so schlecht aus. Kirmesfans sollten sich daher von einem Besuch der Herbstkirmes nicht abhalten lassen.

Ein Kirmesbesuch steht und fällt mit dem Wetter. Das weiß auch Ulrich Breitung, „Kirmeschef“ im Meinerzhagener Rathaus und daher natürlich auch jetzt wieder mit den organisatorischen Abläufen betraut.

Seit Mitte der Woche sind die Schausteller mit dem Aufbau von Autoscooter, Kettenflieger, Hully Gully, Baby-Flug und Kinderkarussells beschäftigt. „Sie haben das Wetter natürlich auch im Blick und sind angesichts der Vorhersagen ganz positiv gestimmt“, berichtet Breitung. 

Aufgebaut werden die Fahrgeschäfte erneut auf der Parkfläche hinter der Stadthalle. Kirmes auf dem Otto-Fuchs-Platz – dieses Vorhaben sei jedoch nicht passé, betont Ulrich Breitung. Insgesamt müsse aber alles passen, und durch die Einbauten auf dem neuen Stadthallenvorplatz sei eine vernünftige Einteilung gar nicht so einfach. Immerhin bräuchten die Fahrgeschäfte eine Menge Platz, seien mit einer durchschnittlichen Länge von 25 Metern eben nicht klein. Die Maße des Autoscooters betragen gar 36 mal 20 Meter.

Ein „vernünftiger Rundlauf“ müsse für die Besucher gewährleistet sein, daher werde er mit den Schaustellern einen Rundgang über den neuen Platz unternehmen, so Breitung. Gemeinsam wolle man einen möglichen „Umzug“ auf den Otto-Fuchs-Platz planen – „vielleicht schon zur nächsten Pfingstkirmes.“ In diesem Herbst sei es aber der Wunsch der Kirmesbetreiber gewesen, Karussells und Fahrgeschäfte wie gewohnt hinter der Stadthalle aufzubauen – auch wenn das Angebot nicht ganz so groß ausfalle wie an den Pfingstfeiertagen.

Mit Entenregatta, Lotterie und den gewohnten Verpflegungswagen sei zusammen mit den „großen“ Fahrgeschäften aber für unterhaltsames und kurzweiliges Vergnügen gesorgt, verspricht der Kirmes-Organisator.

Dass der „Rummel“ im Herbst in der Regel ein wenig kleiner ausfalle, sei von mehreren Faktoren abhängig. Dazu zählten die Anzahl der Bewerber, die in die Volmestadt kommen möchten. Für sie spielten zunehmend die hohen Transportkosten eine immer größere Rolle. Und mit großen Kirmesveranstaltungen könne Meinerzhagen nicht konkurrieren. Die Cranger Kirmes sei ein Riesenevent, aber auch in Lüdenscheid oder Halver sei die Kirmes größer. An eine Straßenkirmes wie in der Nachbarkommune sei jedoch in Meinerzhagen nicht zu denken. „Dafür sind unsere Straßen viel zu eng.“

Im Rathaus ist man daher froh, dass es auch Schausteller gibt, die gerne nach Meinerzhagen kommen – und das schon seit etlichen Jahren. Mit der Schaustellervereinigung Witten gebe es gute Verbindungen. „Die kommen schon ewig und drei Tage nach Meinerzhagen und das jedes Mal gerne“, freut sich Ulrich Breitung über diese Tradition, die auch Schausteller Jörg Aufermann bestätigt: „Meine Familie kommt nach Meinerzhagen, solange ich denken kann“, erzählt er: „Und es ist immer wieder schön hier.“ Beim Entenangeln können Kirmesbesucher an Aufermanns Wagen ihr Glück versuchen. Im Vergleich zur Ruhrgebietskirmes in Gelsenkirchen-Crange oder auch der Mendener Kirmes sei Meinerzhagen „klein aber fein“, sagt er.

Dass alle Beteiligten an den Kirmestagen im Herbst hoffnungsvolle Blicke zum Himmel schicken – ebenfalls typisch im Sauerland. Ob Autoscooter und Co. an den Abenden tatsächlich bis Mitternacht geöffnet seien, sei eben auch vom Wetter abhängig, kündigt Ulrich Breitung an. „Und natürlich auch von der Anzahl an Besuchern.“

Für einen ausgedehnten Kirmesbummel können sich die Besucher viel Zeit nehmen – und das an drei Tagen. Kirmesstart ist Samstag um 14 Uhr. Bis 24 Uhr drehen sich die Karussells. Und das gilt auch für die übrigen beiden Tage. Sonntag und Montag ist ein Kirmesbesuch ebenfalls in der Zeit von 14 bis 24 Uhr möglich – vorausgesetzt Wetter und Besucherzahlen stimmen.

Da die Parkfläche hinter der Stadthalle aufgrund der Kirmes nicht zur Verfügung steht, sollten Besucher auf die innerstädtischen Parkflächen ausweichen. Außerhalb der Geschäftszeit steht auch das Parkhaus des Hit-Marktes zur Verfügung.

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