Heiße Phase beginnt fürs Schützenfest Meinerzhagen

+
Das Schützenkönigspaar Oliver und Ellen Funke (Mitte) mit den Hof- und Ehrendamen (v.l.) Karina Bürger, Laura Ronge, Kathrin Barre, Dorina Schulte, Karina Weyland und Antonia Schmitt. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Deutschland hatte kurz zuvor sein zweites WM-Spiel sang- und klanglos verloren. Doch das dämpfte die Stimmung im Foyer der Stadthalle keineswegs. Zur Sommer-Generalversammlung der Schützengesellschaft konnte der Vorsitzende Michael Berkenkopf rund 170 Schützen begrüßen, unter ihnen auch der Erste Beigeordnete der Stadt, Frank Maatz, zahlreiche ehemalige Regenten und natürlich die amtierenden Majestäten, König Oliver Funke und Frau Ellen sowie Prinz Patrick Sapel.

„Die heiße Phase hat begonnen“, konstatierte Berkenkopf rund eineinhalb Monate vor dem großen Schützenfest vom 7. bis 9. August. Und spätestens dann wird auch die Fußball-WM von Südafrika längst abgehakt, die Volmestadt statt in den derzeit vorherrschenden Farben schwarz-rot-gold in grün und weiß geschmückt sein.

„Die wichtigsten Vorbereitungen sind abgeschlossen“, informierte Oberst Achim Freyer und gab dazu wichtige Details bekannt. So werden rund 250 Musiker zum Fest im 428. Jahr des Bestehens der Schützengesellschaft die Festzüge begleiten. Und das sind die sechs Marschkapellen: Musikverein Frenkhausen (45 Musiker), Musikverein „Hoffnung“ Hünsborn (40), Musikverein Neuenkleusheim (45), Musikkapelle Werthenbach (45), Fanfarenzug Meinerzhagen (30) und Fanfarenzug Marienheide (20). Für die Unterhaltung der Gäste an den drei Festabenden im Schützenzelt sorgen die Showbands „Success“ aus Vreden, „Donnervögel“ aus Straubing und „Die Büddenbacher“ aus dem Saarland.

Am Festablauf ändert sich in diesem Jahr nur wenig

Am eigentlichen Festablauf ändert sich nur wenig. Erstes Antreten ist am 7. August um 15.30 Uhr an der Stadthalle. Als Konsequenz aus dem tragischen Geschehen beim Schützenfestumzug in Menden im vergangenen Jahr werden die Sicherheitsvorkehrungen bei den Festzügen noch verstärkt. So wird jeweils am Ende des Zuges ein Fahrzeug mit gelben Rundumleuchten die Absicherung vornehmen.

Die Marschroute der Festzüge wird leicht verkürzt, nicht zuletzt mit Rücksicht auf die Pferdegespanne. So wird der Umweg von der Kampstraße kommend zunächst die Gerichtsstraße herunter künftig ausgespart. Die Züge laufen jetzt über die Kamp-, die Hochstraße, Kirchstraße, Hauptstraße und dann aufwärts über die Gerichtsstraße zur Vogelrute.

Die Vögel fürs Prinzen- und Königsschießen sind bereits gebaut

Die Vögel für Prinzen- und Königsschießen wurden von Axel Fischer bereits gebaut und akklimatisieren sich zurzeit in der Volmestadt. Schießmeister Stefan Schneider machte auf einige Neuerungen aufmerksam. So müssen jugendliche Schützen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, wenn sie sich am Prinzen- oder Insignienschießen beteiligen wollen, eine schriftliche Einverständniserklärung ihrer Erziehungsberechtigten vorlegen. Das Formular dazu wird in Kürze auch auf der Homepage der Schützengesellschaft, http://www.blaukittel.de herunterzuladen sein.

Vorsitzender Michael Berkenkopf informierte über einen Vorstandsbeschluss in punkto Freibier des Königs. Jeder Schütze erhält weiterhin drei Freibiermarken. Königsaspiranten indes können im Vorfeld ihrer Entscheidung diesen bislang unwägbaren Ausgabenposten nunmehr verlässlich einschätzen: Der neue König zahlt eine fixe Freibier-Pauschale von 2500 Euro. „Damit kann jeder, der sich mit dem Gedanken trägt, auf den Königsvogel zu schießen, seine voraussichtlichen Ausgaben einigermaßen exakt vorausplanen,“ verdeutlichte Berkenkopf und erhofft sich davon auch wieder eine größere Zahl von Königsaspiranten. Oberst Achim Freyer bezifferte die Gesamtaufwendungen für den Schützenkönig auf eine Summe „zwischen 5000 und 6000 Euro.“

Bierpreis bleibt stabil bei 1,30 Euro für ein Glas

Wichtig für die Schützen selbst ist natürlich der Bierpreis im Zelt und auf dem Schützenplatz. Der wird, so kündigte der Oberst an, aller Voraussicht nach wieder bei 1,30 Euro und damit auf stabilem Niveau liegen. Die Krombacher Brauerei als Partner der Schützengesellschaft hatte übrigens für die Generalversammlung am Freitag drei 50-Liter-Fässer gestiftet. Dieses Freibier, charmant serviert von der Schützenkönigin und den Hof- und Ehrendamen, war bereits nach einer knappen Stunde restlos verzehrt. Der Vorstand hatte allerdings vorgesorgt und noch einige ausreichende Reserve bereit halten lassen.

Vorgestellt vom Ehrendamenbetreuer Roger Meyer, erlebten die sechs bildhübschen Hof- und Ehrendamen am Freitag ihren ersten offiziellen Auftritt: Kathrin Barre, Karina Bürger, Laura Ronge, Dorina Schulte, Antonia Schmitt und Karina Weyland freuen sich mit dem Königspaar schon auf ihren großen Auftritt am ersten August-Wochenende.

Hauptfeldwebel Achim Mühle verliest Kurzfassung des Regimentsbefehls

Hauptfeldwebel Achim Mühle verlas in der Generalversammlung die Kurzfassung des diesjährigen Regimentsbefehls, der in Kürze ebenfalls auf der Homepage der Schützengesellschaft einsehbar ist und auch noch in der MZ veröffentlicht wird. Mit einem donnernden „Horrido“ stimmte Mühle alle ein auf ein wiederum harmonisches und von keinem Missklang getrübtes Schützenfest.

Einen besonderen Dank richtete Oberst Achim Freyer an die zahlreichen Einrichtungen und Stellen, die sich im Vorfeld und später auch an den Festtagen durch ihre Mitwirken hilfreich beteiligen: die Stadt, Feuerwehr, Polizei, DRK, KKSV und einige weitere Helfer mehr. Auch der Baufirma Gebrüder Schmidt wurde vorausschauend schon dafür gedankt, dass sie bis zum Schützenfest auf der Baustelle der Südumgehung dafür sorgen will, dass die Großveranstaltung ungestört von der Baumaßnahme ablaufen kann und die Anfahrtwege offen sein werden.

Meinerzhagen wird für das große Fest entsprechend geschmückt und herausgeputzt

Dass Meinerzhagen zum Schützenfest wieder festlich herausgeputzt sein wird, darauf zählt der Vorstand natürlich auch diesmal. Das nötige Birkengrün wird in den Außenbereichen von den Haukommandos der zuständigen Schützenzüge, in der Innenstadt vom Buschkommando unter Leitung von Klaus-Peter Bösinghaus am Freitag vor dem Fest ab 15 Uhr entlang der Marschwege verteilt. Wichtig für das Schmücken der Straßen: Es ist zu beachten, dass Wimpelketten über der Straße eine Mindesthöhe von 4,50 Meter haben müssen. Kassierer Roland Krebs teilte mit, dass der Verkauf der Schützenkarten an den bekannten Vorverkaufsstellen am 15. Juli beginnt. Mit dem Singen aller drei Strophen des Schützemarsches endete eine harmonische Generalversammlung schon nach knapp einer Stunde. Spätestens da waren die Gedanken an die Fußballniederlage gegen Serbien auch vertrieben und in gemütlicher Runde stimmten sich etliche Versammlungsteilnehmer bereits auf das eigentlich wichtige Ereignis dieses Sommers, dem Meinerzhagener Schützenfest ein. ▪ -fe

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare