Idee aus Altena

Heimische Schützen greifen Idee zum Fahnenmarathon auf

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Auch der Valberter Schützenvereins-Vorsitzende Dominik Busch und sein Sohn Colin finden den Fahnenmarathon gut.

Meinerzhagen/Altena – Schützenfahnen sollen wehen überall im Sauerland: Das ist das Ziel der Initiative „Sauerländer Fahnenmarathon“.

Die Idee dazu stammt aus Altena-Dahle – und sie stößt auch in Meinerzhagen auf Zustimmung. Denn: Sowohl die Rinkscheider Schützen als auch die Schützen des Vereines Zur Listertalsperre haben signalisiert mitzumachen.

In Valbert teilte Schützenvereins-Vorsitzender Dominik Busch mit, dass auch er das Ganze für eine gute Idee hält. „Wir wären, so glaube ich, die Letzten, die sich dagegen wehren würden“, sagte er. In Valbert wird jetzt ohnehin an vielen Stellen geflaggt, weil dort am bevorstehenden Wochenende Schützenfest gefeiert worden wäre – die Corona-Pandemie führte jedoch auch hier zur Absage.

Schützengesellschaft ist nicht dabei

Die Meinerzhagener Schützengesellschaft hat sich hingegen kurzfristig dazu entschieden, nicht am Fahnenmarathon teilzunehmen. Vorsitzender Karsten Decker verweist auf eine ähnliche Aktion zu Ostern, an der man sich beteiligt habe. Außerdem sei davon auszugehen, dass am ersten August-Wochenende, dem ursprünglichen und nun abgesagten Schützenfest-Termin, ohnehin viele Fahnen in der Stadt gehisst würden. 

Die Idee, die hinter dem Fahnenmarathon steckt, ist denkbar einfach und sie stammt aus dem Altenaer Vorort Dahle: Schützen sollten Flagge zeigen – auch dann, wenn nicht gefeiert werden darf. Diese Idee ließ Tobias Wilke nicht los. Der Vorsitzende des Dahler Schützenvereins recherchierte Adressen von Schützenvereinen im Sauerland – mehr als 400 hat er inzwischen angeschrieben und darum gebeten, sich an der Aktion zu beteiligen. Ab Samstag, 18. Juli, sollen überall im Sauerland einen ganzen Monat lang die Schützenfahnen wehen, wünscht sich Wilke und freut sich über das große Interesse an der Aktion. 

Ein Zeichen der Verbundenheit

Rund 100 Vereine beschäftigen sich inzwischen damit, weiß er anhand der Reaktionen auf Facebook und wünscht sich, dass es noch mehr werden. Wilke ruft die Schützen auf, „als Zeichen der Verbundenheit der Schützenvereine und -bruderschaften im Sauerland, Eure Vereinsfahnen zu hissen und diese vier Wochen hängen zu lassen. Motiviert Eure Mitglieder, damit wir ein flächendeckendes, buntes Meer aus Fahnen über unserer Heimat entstehen lassen können.“ 

Natürlich geht der Dahler Schützenvorstand mit gutem Beispiel voran. Er wird am kommenden Samstag, 18. Juli, vor der dortigen Schützenhalle die Fahnen hissen. In welchem Rahmen genau soll noch mit dem Ordnungsamt abgesprochen werden. Schon jetzt appellieren Wilke und seine Vorstandskollegen an alle Dahler Schützen, auch ihre Häuser zu beflaggen. Fahnen gibt es in dem Ort sogar in einigen Geschäften zum Sonderpreis. 

Ab sofort sei auch die E-Mail-Adresse fahnenmarathon@t-online.de aktiv, über die alle Schützen den Dahlern ein Feedback zur Aktion geben können. Wilke lädt auch dazu ein, Videos der Fahnen-Hiss-Aktionen in den einzelnen Städten und Dörfern dorthin zu schicken. Sie könnten aber auch in der Facebook-Gruppe „Sauerländer Fahnenmarathon“ veröffentlicht werden.

Positive Resonanz

Daniel Schmidt ist als Schriftführer Vorstandsmitglied im Schützenverein Zur Listertalsperre. Er teilte mit: „Wir werden uns definitiv am Fahnenmarathon beteiligen. Nach dem Valberter Schützenfest hätten wir bei uns ohnehin die Fahnen gehisst. Das passt doch gut.“ 

Und auch Frank Valenthorn, Geschäftsführer des Schützenvereines Rinkscheid, will ein Zeichen setzen und Solidarität mit allen anderen Schützen zeigen, die in diesem Jahr auf ein Fest verzichten müssen: „Die Aktion macht Sinn und sie ist mit wenig Aufwand verbunden. Jeder muss allerdings selbst wissen, ob er sich daran beteiligt. Aber wir als Vorstand regen die Teilnahme durchaus an.“

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