Wie heimische Unternehmen die Corona-Krise bewältigen

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Das Unternehmen Falz Tiefbau ist derzeit im Stadion an der Oststraße beschäftigt.

Meinerzhagen – Seit Wochen unterliegt das gesellschaftliche Leben – auch in Meinerzhagen – deutlichen Einschränkungen, die aufgrund der Corona-Pandemie unabdingbar sind. Spürbar sind diese Auswirkungen natürlich auch im Berufsleben.

In der Volmestadt meistern die Unternehmen die Situation nach Kräften. Dass dabei seit einigen Wochen so manches umgeplant werden muss, liegt auf der Hand. „Gerade bei dem guten Wetter erledigen wir jetzt vorrangig die Aufträge, bei denen draußen gearbeitet wird“, erklärt Tobias Halbfas, Geschaftsführer der Firma Elektro Halbfas. Innenaufträge bei Betrieben, die derzeit geschlossen seien, wurden verschoben. Mit den Kunden, bei denen Innenarbeiten möglich seien, werde das Vorgehen genau abgesprochen. Und natürlich werde sich genau an alle Vorschriften in puncto Hygiene und Sicherheitsabstand gehalten, auch werde maximal zu zweit gearbeitet. Erledigt werden derzeit vor allem die Aufträge, die das Unternehmen bis März bekommen hat. Seitdem kämen weniger Aufträge rein, die Lage sei Stand jetzt dennoch bis Ende Mai gesichert. Und auch in den Firmenräumen nutzt man die Zeit in der Corona-Krise so sinnvoll wie möglich: „Wir haben den Betrieb renoviert, haben neue Räume und eine neue Werkstatt eingerichtet“, berichtet Tobias Halbfas. 

„Man muss sich im Arbeitsablauf umstellen“, erklärt Sebastian Falz, Geschäftsführer des Unternehmens Tiefbau Falz, hinsichtlich der „gestiegenen Anforderungen“ aufgrund der erforderlichen Corona-Vorschriften. „Pro Baustelle sind maximal zwei Mitarbeiter vor Ort“, betont er. Jeder Mitarbeiter sei allein in einem Fahrzeug unterwegs. Und natürlich werden auch die Hygienevorschriften genau eingehalten. „Die Auftragslage ist sehr gut. Das Wetter spielt für uns mit“, sagt Sebastian Falz. 

Viel zu tun gibt es beispielsweise beim RSV Meinerzhagen, wo aufgrund der Corona-Krise der Spiel- und Trainingsbetrieb ruht. Die Firma Tiefbau Falz kümmert sich im Stadion an der Oststaße um die Überdachung der Tribüne, die Vergrößerung des Vereinsheims und die Erneuerung der Kanalisation. Derzeit werde die Nachfrage zwar weniger und einige Aufträge hätten sich zeitlich verschoben, dennoch sei die Auftragslage bis zum Sommer gut.

Ähnliches kann im Gespräch auch Thomas Müller, Geschäftsführer der Firma Bedachungen Wolfgang Müller, berichten. Es kämen nur wenige neue Aufträge rein. Es gebe aber ein „gutes Auftragspolster, das Stand jetzt noch bis in den Sommer reicht“. Und wie kann aktuell wegen der Corona-Krise gearbeitet oder auch nicht gearbeitet werden? „Von den Kundenaufträgen, die wir im Bestand haben, verschieben wir alles, was drinnen zu machen wäre, auf später – und bekommen da auch positive Resonanz von den Kunden“, erklärt Thomas Müller. „Bei allem, was draußen zu erledigen ist, können wir weiterarbeiten“, fügt er hinzu. Und die Corona-Vorschriften werden dabei freilich genau eingehalten.

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