Mit dem Friseurbesuch kehrt ein Stück Normalität zurück

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Rüstet sich für die Wiedereröffnung:  Dagmar Saal-Dietrich.

Meinerzhagen/Kierspe – Dagmar Saal-Dietrich ist Friseurmeisterin – auch ihr Salon „Die Meisterfriseure“ an der Kölner Straße 100 in Kierspe wird am 4. Mai, nach wochenlanger Corona-Zwangspause, wieder öffnen.

Was sie dann erwartet und ob mancher Kundenkopf einem „Urwald“ ähnelt, weiß sie noch nicht. Das ist aber auch egal, denn bei Dagmar Saal-Dietrich und ihrer Kollegin Ruth Deckenhoff, die sich als selbstständige Friseurmeisterin in ihren Geschäftsräumen eingemietet hat, überwiegt die Vorfreude. „Es ist schön, dass wir alle ein Stück weit zur Normalität zurückkehren“, findet sie.

Von normalem Betrieb wird ab 4. Mai auch bei Dagmar Saal-Dietrich jedoch kaum die Rede sein können. Die Kunden sollten beispielsweise Schutzmasken mitbringen. Im Salon werden allerdings auch einige Exemplare vorgehalten, die zum Selbstkostenpreis abgegeben werden. Den Sicherheitsabstand zwischen den Kunden einzuhalten, das ist bei der Kiersperin kein Problem: „Wir haben ein recht großes Geschäft, sodass die Abstände auch drei Meter betragen werden“, erläutert Saal-Dietrich. Desinfektionsmittel, saubere Umhänge, Schutzhandschuhe für die Friseurinnen – das sind nur einige Beispiele für Maßnahmen zum Infektionsschutz, die vorbereitet sind. Termine werden übrigens zunächst nach Absprache vergeben. „Sollte der Laden aber gerade leer sein, kann auch Laufkundschaft kommen“, informiert Dagmar Saal-Dietrich.

„Ich bin froh über ein Stück Normalität.“ Birgit Struth vom „Struwwelpeter“ an der Meinerzhagener Hauptstraße findet es schön, dass sie ab 4. Mai wieder Kontakt mit Kunden haben darf. Dass das allerdings nur unter Beachtung diverser Schutzmaßnahmen funktionieren wird, ist der Friseurmeisterin klar, die schon jetzt alles vorbereitet, um jede Auflage erfüllen zu können. Das „Infektionsschutz-Paket“ mit Abstandsregeln, Desinfektion und anderen Maßnahmen „steht“. Weitere bestellte Schutzmasken sollen bis zur Wiedereröffnung noch eintreffen. Auch Struth bittet ihre Kunden deshalb, ab 4. Mai nach Möglichkeit eigene Masken mitzubringen. Stoffmasken für sie und die Angestellten sind bereits in Arbeit. Auch im „Struwwelpeter“ wird übrigens um Terminabsprache gebeten. „Dass wir nicht so viele Kunden annehmen können wie zu normalen Zeiten, ist schon klar. Schließlich können wir nur jeden zweiten Stuhl belegen“, erläutert Struth. Und wir müssen die Haare jedes Kunden aus Infektionsschutz-Gründen vor dem Schnitt ja auch noch waschen. „Das alles wird für uns richtig anstrengend“, erwartet die Friseurmeisterin. In den aktuellen Notzeiten gibt es aber auch Erlebnisse, die Birgit Struth vor Freude die Tränen in die Augen getrieben haben: „Mein Vermieter ist mir super entgegengekommen. Und der Maler unseres Vertrauens hat die Renovierung des Betriebes, die eigentlich erst für 2021 geplant war, vorgezogen, weil jetzt Zeit dafür ist. Bezahlen müssen wir das erst im kommenden Jahr“, freut sich Birgit Struth.

Am Stadion 11 in Kierspe betreibt Olga Enns ihr Friseur/Kosmetik-Geschäft. Auch sie hat sich in den vergangenen Wochen intensiv damit beschäftigt, alle Auflagen zu erfüllen. Das sei gelungen, sagt sie. Enns arbeitet ab 4. Mai ebenfalls nach Terminabsprache. „Meine Kollegin und ich teilen uns die Arbeit. Jede wird sechs Stunden da sein. Durch den Zweischicht-Betrieb werden wir 12 Stunden täglich öffnen können“, plant sie. Enns freut sich auf das Ende der Zwangspause, ein bisschen Unsicherheit bleibt aber: „Wir wissen schließlich nicht, wie das alles weitergeht.“ Sorgen macht sich Olga Enns um viele andere Geschäfte: „Die Reisebranche beispielsweise liegt am Boden. Und was wird aus Bars, Hotels, Restaurants oder Diskotheken...?“

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