Bilderreise ins alte Meinerzhagen

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Nachkoloriert: Dieses Bild aus dem Archiv des Heimatvereins ist zugleich das Coverbild der CD, die im Rahmen der Vorführung erworben werden kann.

J Eine halbe Stunde in das Meinerzhagen vergangener Tage abtauchen, in Erinnerungen schwelgen, Entwicklungen bestaunen – das soll am kommenden Mittwoch, 5. Dezember, im Foyer der Stadthalle möglich sein. Der Heimatverein Meinerzhagen präsentiert dann eine Multivisionsschau, die es so noch nicht über die Stadt an der Volme gegeben hat.

Der Halveraner Fotograf Peter Bell hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Entwicklung der Kommunen „Oben an der Volme“ fotografisch zu dokumentieren. Natürlich geht das nur in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Heimatvereinen, die über historisches Bildmaterial verfügen. Und so war auch der Meinerzhagener Heimatverein Bells erste Anlaufstation, als es um die Idee zu einer Multivisionsschau über die Stadt an der Volme ging.

„Erste Gespräche mit Frank Brügendieck und Uli Beaupain vom Heimatverein habe ich im Januar geführt. Seither habe ich die vielen alten Fotos gesichtet, teilweise von Staub und Schmutz befreit und bearbeitet, um sie verwenden zu können“, sagt Peter Bell. 

Mit der Sichtung des historischen Materials war seine Arbeit aber längst nicht beendet – sie fing erst an. Insgesamt 2000 Aufnahmen hat er in der Folge mit seiner Leica CL von verschiedenen Stellen im Stadtgebiet gemacht, um sie den früheren Bildern gegenüberstellen zu können. Herausgekommen ist eine 30-minütige Vorführung, für die Bell erstmals auch intensiv mit bewegten Bildern arbeitet. 

So nutzt der Fotograf feste Einstellungen auf den Bahnsteig, das Freibad oder die Hauptstraße als Anker für die historischen Fotos, die nach und nach eingeblendet werden und einen eindrucksvollen Blick auf den Wandel der Stadt gewähren. 

Damit sich die Zuschauer stets im Ort zurechtfinden, blendet der Halveraner regelmäßig einen animierten Stadtplan ein, der vom Bahnhof über die Bahnhof- und Hauptstraße und über die Krim bis zur Oststraße führt. „Ich habe mich also auf den Innenstadtkern konzentriert“, sagt Bell. Mit drei Ausnahmen: „Freibad und Sprungschanze musste ich mit in die Schau aufnehmen, weil sie einfach zu Meinerzhagen gehören.“ Und auch der Knochenmühle hat der Fotograf einen Besuch abgestattet – sie steht sozusagen für den Heimatverein, der das urige Gemäuer bekanntlich mit der IG Knochenmühle betreut. 

Wer am kommenden Mittwoch die Multivisionsschau in der Stadthalle besucht, wird aber nicht nur Zeuge alter und neuer Architektur, sondern kann auch eine Zeitreise zum Schützenfest vor 52 Jahren unternehmen: Frühe Videoaufnahmen des Festes von 1966 sind nämlich ebenfalls Bestandteil der Vorführung, die – wie schon in Schalksmühle, Halver und Kierspe – auf großes Interesse der Bürger stoßen dürfte. Die Bilder werden auf eine 4,50 Meter breite Leinwand geworfen, die den visuellen Spaziergang durch Meinerzhagen besonders lebendig machen soll. Der Vorverkauf für die Multivisionsschau läuft bereits.

Tickets zum Preis von 5 Euro sind ab sofort in der Buchhandlung Schmitz erhältlich. Im Rahmen der Veranstaltung kann der Film auch zum Preis von 7,50 Euro erworben werden.

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