In der Knochenmühle geht es „in anderer Form“ weiter

+
Die Mitgliederversammlung des Heimatvereins Meinerzhagen fand im „Haus Hahnenbecke“ statt.

MEINERZHAGEN -  Da bei der Mitgliederversammlung des Heimatvereins im April dieses Jahres der Kassenbericht der Kulturgemeinde, die bis zum 1. Juli noch ein Arbeitskreis des Vereins mit eigener Kassenführung war, nicht vorlag und deshalb auch nicht geprüft werden konnte, war dem Vorstand keine Entlassung erteilt worden.

Das wurde bei der Versammlung am Freitagabend im Haus Hahnenbecke nach dem Bericht von Kassenprüfer Rolf Janßen nachgeholt.

Da das Satzungswerk des Vereins die Aufgaben der Kulturgemeinde ohnehin nicht vorsieht, war sie aus dem Verein ausgegliedert worden. Dem wurde jetzt mit einer Satzungsänderung Rechnung getragen.

Bei der Vorstandwahlen wurde Frank Werner als zweiter Vorsitzender in seinem Amt bestätigt. Die zweite Kassiererin Ingrid Stasch und die zweite Schriftführerin Heidrun Benger legten ihre Ämter aus Altersgründen nieder. Letztere fand in Gunda Hornbruch eine Nachfolgerin, das Amt des zweiten Kassierers blieb vorerst unbesetzt. Zum zweiten Kassenprüfer wurde Ulrich Beaupain gewählt.

Christian Voswinkel, der erste Vorsitzende des Heimatvereins, unterrichtete die Versammlung über den aktuellen Stand in Sachen Knochenmühle. Mit dem Eigentümer sei eine Vertragsverlängerung für zunächst drei Jahre erreicht worden. Allerdings werde dieser den oberen Bereich der Scheune ab dem 1. Juni selbst nutzen. Um der damit einhergehenden Platzbeschränkung zu begegnen, sei eine Scheune in Freisemicke als Lagerraum hergerichtet worden, teilte Rudi Lahme von den IG Knochenmühle mit.

Für eine bessere Präsentation der umfangreichen Sammlung landwirtschaftlicher Geräte solle, so Voswinkel, in Zusammenarbeit mit einem Fachmann des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe nun ein Konzept entwickelt werden. Nach einer genauen Bestandsaufnahme werde sich zeigen, was mach- und umsetzbar sei. Ziel sei es, eine Aufwertung durch das Setzen von Schwerpunkten, möglichst mit didaktischer Aufbereitung, zu erreichen. Auch das Denkmal Knochenmühle solle mit verschiedenen Maßnahmen wieder mehr in den Fokus gerückt werden.

Nach der Verlesung eines schriftlichen Rechenschaftsberichtes von Fred Oehm, der nach den Auseinandersetzungen über eine Wahlveranstaltung der FDP, die fünf Tage vor der Bundestagswahl in der Knochenmühle ohne das Wissen des Vorstandes stattgefunden hatte, nahm Christian Voswinkel noch einmal Stellung zu den Vorfällen: „Wir hätten uns gewünscht, dass diese Auseinandersetzung persönlich und nicht in Form von Leserbriefen geführt worden wäre. Der Heimatverein ist von der Sache her unpolitisch. Sein Zweck und Auftrag ist in der Satzung klar umrissen. Es geht deshalb hier nicht um Befindlichkeiten, wie in einem Kommentar in der MZ vermutet wurde, sondern um Grundsätzliches. Deshalb hat der Vorstand den Mehrheitsbeschluss gefasst, sich von dieser Veranstaltung öffentlich zu distanzieren“. Dies sei keinesfalls eine Aufforderung zum Rücktritt gewesen. Diese Konsequenz sei nicht nötig gewesen. Aber auch aus dem unbestrittenen jahrelangen ehrenamtlichen Einsatz von Fred Oehm ließen sich keine Ansprüche ableiten. Falsch sei auch die Darstellung, die Knochenmühle sei bei ihrer Übernahme eine Ruine gewesen. Lediglich das Dach zwischen Mühle und Scheune habe wieder instand gesetzt werden müssen. Voswinkel dankte noch einmal allen, die dabei geholfen hatten. „Ich habe keine Bange um die Knochenmühle, denn es gibt eine ganze Schar von zurzeit mindestens 20 ehrenamtlichen Helfern. Es geht weiter, wenn auch in anderer Form“, zeigte er sich zuversichtlich.

Zur nächsten Veranstaltung, dem Herbstsingen, lädt der Verein für den 25. Oktober ab 17 Uhr wieder in die Knochenmühle ein. Für den 1. November ist ein Besuch mit gemeinsamen Kaffeetrinken im Fritz-Linde-Museum in Kierspe geplant. Teilnehmer sollten sich zur besseren Planung schon jetzt bei Christian Voswinkel unter der Rufnummer (0 23 59) 2 93 79 70 anmelden.

Außerdem teilte der Vorsitzende mit, dass die Bilderwerkstatt in der Villa im Park mit Ortsheimatpfleger Chris Riederer, der zum Ende des Jahres seine Ämter niederlegen wird, einmal im Monat vom Heimatverein weitergeführt wird. - luka

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare