Heimatnahe Zeitungen spielen eine wichtige Rolle

KIERSPE - Schon früh zog es Ernst Schröder in die weite Welt. Aufgewachsen als Sohn eines selbstständigen Bäckermeisters in Kierspe, ging Ernst Schröder zum Studium nach Köln und Aachen.

Und nach der Promotion begann der Kiersper bei der Oetker-Gruppe, wo er heute als persönlich haftender Gesellschafter angestellt ist.

Rückblickend bezeichnet Schröder die Meinerzhagener Zeitung als Zeitung seiner Jugend, die für ihn tägliche Lektüre gewesen sei.

Durchaus kritisch sieht er den Wandel, dem auch die Zeitungsverlage unterworfen sind: „Die Welt der Medien hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt. Während Fernsehen und Radio einst die Medien waren, die am schnellsten Informationen verbreiteten, so treten im heutigen Internet-Zeitalter mit Twitter, Facebook und Co. weitere Informationsquellen hinzu, die diese Entwicklung noch beschleunigen.

Vorbei scheinen die Zeiten, in denen man in Ruhe seine Zeitung las. Gefragt sind heute Informationen, die schnell und überall verfügbar sind. Auch Zeitungsredaktionen bekommen diese Entwicklung zu spüren und müssen mit der Zeit gehen, damit sie weiter am Markt bestehen.

“ Aber gerade den Lokalzeitungen räumt Ernst Schröder in diesem Zusammenhang eine Sonderstellung ein: „Heimatnahe Zeitungen spielen nach wie vor eine wichtige Rolle.

Die meisten Menschen wollen auch heute noch in erster Linie wissen, was sich in ihrer unmittelbaren Umgebung, sozusagen vor ihrer Haustür, abspielt. Im zweiten Schritt wollen sie dann erfahren, wie es um die große Welt in Politik, Wirtschaft und Sport steht. Regionale Tageszeitungen bieten diese Vielfalt der Information und haben daher meiner Ansicht nach auch in der digitalen Welt eine gute Zukunft.“

 So ist es ihm ein Anliegen, der Meinerzhagener Zeitung zum Jubiläum auch seine persönlichen Wünsche mit auf den Weg zu geben:

„Ich wünsche der MZ, dass sie für die kommenden Jahre gut aufgestellt ist. Und dass sie auch weiterhin für ihre Leserinnen und Leser, wie in den vergangenen 100 Jahren, sowohl tägliche Informationsquelle als auch ein Stück Identifikation mit der Heimat ist.“

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