Das Wild braucht Ruhe

Corona wirkt sich aufs Wild aus

Ein eingeschränkter Betrieb läuft für den Hegering in Breddershaus auf dem Schießstand.
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Ein eingeschränkter Betrieb läuft für den Hegering in Breddershaus auf dem Schießstand.

„Wir appellieren an diejenigen Menschen, die sich in ihrem Bemühen, die Abstandsregelungen im Wald zu beachten, ersatzweise außerhalb der Wege aufhalten. Unterlassen sie das bitte, dass Wild braucht seine Schutz- und Rückzugsräume“, formuliert es der Vorsitzende des Hegerings Meinerzhagen-Valbert Rainer Barre. Damit deutet er eine mehr als in normalen Wintern angespannte Lage für das Wild an.

Meinerzhagen/Valbert – Warum ist das so? Grundsätzlich brauchen Wildtiere im Winter besonders viel Ruhe. Darauf sollten Spaziergänger und Wintersportler Rücksicht nehmen, so der Appell. Alles, was dazu beitragen kann das Wild, das im Gebüsch Schutz und Ruhe sucht, aufzuschrecken, sollte vermieden werden.

Auf den Wegen bleiben

Oberste Regel: Die Menschen sollten auf den Wegen bleiben, um das Wild nicht zur Flucht zu verleiten. Ebenso könnten Wintersportaktivitäten abseits der Piste und von Hängen das Wild in Angst versetzen. Bei der dadurch einsetzen Flucht gingen die lebensnotwendigen Energiereserven verloren.

Für diejenigen, die unter anderem unter Beachtung der Abstandsregelungen derzeit in den Ski- und Rodelgebieten an der frischen Luft sein wollen, steht oftmals die Suche nach einer weniger stark frequentierte Schneefläche auf dem Plan, so auch an der Kreisstraße 4. Nicht stark geneigte Hänge in direkter Waldnähe sind gut geeignet für die jüngsten Schneefans, wegen der Nähe zum Wald aber auch als Nahrungsstelle für das Wild. Das findet bei der momentanen Schneehöhe auch noch ausreichend Futter, kommt aber wegen der Störungen tagsüber erst sehr spät oder nach einer Flucht oft gar nicht mehr vor oder zurück. Wer das vermeiden möchte, sollte dem Rat der Jagdverbände folgen und derartige Bereiche meiden.

Schießtraining leidet

Der Hegering Meinerzhagen-Valbert hat im übertragenen Sinne allerdings auch Opfer im vergangenen Jahr hinnehmen müssen. Nach zwischenzeitlicher Schließung der Schießstände lief auch in Breddershaus nichts mehr. „Auch uns als Hegering haben die Coronaregelungen getroffen. Nicht nur bei der Absage der unterschiedlichsten Jagden, sondern gleichfalls beim Betrieb unseres aufwendig sanierten und umgebauten Schießstandes in Breddershaus“, so Rainer Barre. Mittlerweile läuft am Schießstand wieder ein eingeschränkter Betrieb, hauptsächlich für die notwendigen Übungs- und Probeschüsse.

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