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 „Metal4Meinerzhagen“ in der Mehrzweckhalle

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Von: Luitgard Müller

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Ließen es richtig krachen: „Mission in Black“. Headbanging gehört einfach dazu.
Ließen es richtig krachen: „Mission in Black“. Headbanging gehört einfach dazu. © Luitgard Müller

Die Freude über die vierte Auflage von „Metal4Meinerzhagen“ war um so größer, weil auch diese Veranstaltung im vergangenen Jahr Corona zum Opfer gefallen war.

Rinkscheid – Am Samstag waren die Fans vom Verein Kulturschock in die Mehrzweckhalle Rinkscheid eingeladen, mit Beachtung der 2G-Regel und mit Überprüfung auf Symptome per Temperaturmessung. Sechs Bands, die sich allesamt freuten, wieder vor Publikum zu spielen, trafen auf 140 Metal-Begeisterte, die mindestens genau so froh waren endlich wieder gemeinsam Musik zu hören.

Headliner sagte ab

Allerdings wurden die Fans von „Sweeping Death“, der als Headliner angekündigten Formation aus Bayern, bitter enttäuscht, denn die Band hatte ihren Auftritt kurzfristig wegen Krankheit absagen müssen. Dafür war spontan die Meinerzhagener Band „Skylight“ eingesprungen, die für ihren Melodic-Metal-Sound bekannt ist, für den sie sich zwar von anderen „Metallern“ die ein oder andere Frotzelei gefallen lassen muss, beim Publikum damit aber gut ankommt. Wie der Beifall lautstark bewies.

Den schwierigen Part des Openers bei dem rund achtstündigen Programm fiel „Trapture“ aus Lennestadt zu, die die Herausforderung gut meisterten, die eher zurückhaltenden Sauerländer mit Melodic Death einzustimmen. „Kingdom of Salvation“, aus Leverkusen angereist, heizte die „Betriebstemperatur“ der Zuhörer um weitere Grade auf, sodass „Skylight“ und anschließend „Warwolf“ sich über einem warmen Empfang und ein enthusiastisches Publikum freuen konnten.

Warwolf-Debüt

Die fünf Kölner, bisher als „Wolfen“ unterwegs, feierten in Rinkscheid ihr Debüt als „Warwolf“, denn sie hatten sich „auf die alte englische Schule“ a la „Iron Maiden“ und somit NWoBHM (New Wave of British Heavy Metal) besonnen. Sänger Andreas von Lipinski: „Wir wollten mal was machen, woran wir auch so richtig Spaß haben.“ Und das kam beim Publikum richtig gut an, sodass endlich auch die letzten Meter bis zur Bühne für ein tolles Finish mit Headbanging und Mitsingen überwunden wurden.

Nach der Umbaupause gehörte die Bühne „Mission in Black“ und damit einer starken weiblichen Stimme, leider der einzigen an diesem Abend.

Mitreißende Show

Steffi Stuber, 2019 Kandidatin bei der Castingshow „The Voice of Germany“, beherrscht den perfekten Wechsel von cleanen zu gutturalen Tönen und bot mit ihren Mitstreitern eine mitreißende Show. Selbstverständlich gehörte auch „Oceans of Blood“ zum Repertoire. Der Text und ein dazu gehörendes Video ist der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd gewidmet, die sich weltweit aktiv für den Schutz der Ozeane und Gewässer sowie der darin lebenden Tiere einsetzt.

Für das letzte Highlight sorgte „Motorjesus“ aus Mönchengladbach mit ihrem Sänger Chris „Howling“ Brix. Erdig, rockig und rotzig und zielgerichtet setzten sie einen fetzigen Schlusspunkt.

Für die Technik sorgte an diesem Abend die Rockfabrik Valbert. Gefördert wurde die Veranstaltung von Neustart Kultur, der Initiative Musik GmbH und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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