Noch mehr Badespaß an der Lister

Es ist holperig und eng für Radfahrer und Fußgänger in Windebruch, oberhalb der Badestelle. Hier soll sich in Zukunft grundlegend etwas ändern.

Listertal -  Mitte vergangener Woche hatte NRW-Finanzminister Walter Borjans eine Haushaltssperre für den Etat 2014 verkündet. Eine Nachricht, die auch Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck im Meinerzhagener Rathaus aufhorchen ließ. „Ich habe mich direkt mit den zuständigen Stellen in Verbindung gesetzt, um mich über eventuell mögliche Auswirkungen für unsere Regionale-Projekte zu informieren.“

Von Jochen Helmecke

Im Ergebnis ist festzuhalten, dass durch die bereits vorliegenden Förderzusagen beziehungsweise sogar Förderbescheide die Umsetzung der Maßnahmen gesichert ist. Dementsprechend könnte auch mit dem Ausbau der Badestelle in Windebruch begonnen werden. Allerdings fehlt es hier neben der noch in Arbeit befindlichen wasserrechtlichen Genehmigung an einem weiteren „Detail“: Rund 40 000 Kubikmeter unbelastetem Boden.

Dieser soll die jetzt noch vorhandene Bucht unterhalb der Landstraße 708 (gegenüber dem Restaurant Fischerheim) in einen Badestrand verwandeln. Sanitäranlagen und Umkleidekabinen für die Badegäste sollen ebenfalls errichtet werden.

„Wir führen derzeit aussichtsreiche Gespräche, um an den Boden zu kommen. Wenn diese so wie bisher weiter positiv verlaufen, könnte es im Herbst schon mit der Auffüllung losgehen“, erläutert Jürgen Tischbiereck. Um die Arbeiten mit mehr oder weniger trockenen Füßen erledigen zu können, wird dann der Wasserstand der Listertalsperre durch den Ruhrverband abgesenkt.

Wie eine derartige „Ertüchtigung“ aussehen kann, ist am Listerufer bereits zu sehen. Unterhalb des Schnütgenhofes ist der neue Parkplatz bereits fertig und kann von den Badegästen genutzt werden. Am „neue Badeufer“ wurden neben einer ergänzenden Bepflanzung und neuen Papierkörben auch an mehreren Stellen Ständer mit Rettungsringen aufgestellt. Die Sanitäranlagen stehen vor ihrer Fertigstellung, so dass danach die vorhandenen mobilen Toiletten bald abgeräumt werden können. Zum Umkleiden erhalten die Badegäste darüber hinaus noch mehrere Sichtschutzwände.

„Es wäre schön, wenn wir in Windebruch auch bald so weit wären wie am Schnütgenhof. Vor allem wäre es aber sehr wichtig, dass sich beim Radwegebau in Windebruch auch parallel dazu etwas bewegen würde“, so Jürgen Tischbiereck. Zu diesem Wunsch des Fachbereichsleiters gibt es aber im Moment noch keine Neuigkeiten.

Michael Overmeyer, Pressesprecher beim Landesbetrieb Straßen, Niederlassung Südwestfalen, konnte auf Anfrage der MZ lediglich bestätigen, dass die Planungen fast abgeschlossen sind, die Grundstücksverhandlungen für die Maßnahme aber noch laufen. „Wir müssen bestimmte Bereiche ins Eigentum des Landesbetriebes bekommen, um den Ausbau des Geh- und Radweges realisieren zu können“.

Gleichartige Bemühungen des Landesbetriebes stehen auch für die weitere Sanierung der Landstraße 708 im Abschnitt von der Lister-Sperrmauer bis zur Ortslage Eichen an. Hierbei rechnet man aber doch noch mit einem Start der Arbeiten in diesem Jahr.

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