Ausschuss berät über Fassadenprogramm

Die Skizze zeigt das Fördergebiet, in dessen Grenzen sich infrage kommende Häuser für das Fassadenprogramm befinden. - Grafik: ASS

Meinerzhagen - Auch zwei Jahre nach ihrem „Kernjahr“ wirkt die Regionale 2013 nach. Einige der angestoßenen Projekte sind längst nicht abgeschlossen, andere warten noch auf ihren Startschuss. So auch das Fassadenprogramm, von dem zwar zunächst Hausbesitzer profitieren sollen – in zweiter Linie aber vor allem die Stadt.

Von Frank Zacharias

Mit einem Gesamtvolumen von 200 000 Euro soll das Förderprogramm Immobilienbesitzer dazu animieren, ihre Fassaden „aufzuhübschen“. Ohne Eigenmittel kommen sie allerdings nicht an die ausgelobten öffentlichen Mittel: Mindestens 50 Prozent des Sanierung müssen die Antragssteller jeweils selber aufbringen. Die übrigen maximal 50 Prozent stammen aus der Städtebauförderung (60 Prozent) und dem Haushalt der Stadt Meinerzhagen (40 Prozent), die dementsprechend bereits 80 000 Euro in ihrem Etat für das Programm veranschlagt hat.

Der Griff zum Antragsformular lohnt sich jedoch längst nicht für alle Hausbesitzer in Meinerzhagen. Aufgrund einer Analyse des Stadtplanungsbüros ASS, das die Volme-Kommunen seit jeher in ihren Regionale-Bemühungen begleitet, wurde ein spezielles Fördergebiet definiert (siehe Skizze). Demnach sollen Maßnahmen an der Derschlager Straße, der Hauptstraße sowie im Umfeld der Jesus-Christus-Kirche in der Prioritätsliste besonders weit oben stehen. Des Weiteren erfolgt eine Priorisierung nach folgenden Kriterien:

a) Denkmalgeschützte Gebäude.

b) Historisch wertvolle Gebäude.

c) Erhaltenswerte Gebäude (im Sinne für das Straßenbild typischer Gebäude).

d) Durch Rekonstruktion in ihrem stadtbildprägenden Erscheinungsbild wieder herstellbare Fassaden.

e) Das Stadtbild beeinträchtigende Brandwände.

Über die Verteilung der Mittel soll ein Gremium entscheiden, das sich aus Vertretern der Verwaltung, den Ratsfraktionen, dem Stadtmarketingverein sowie dem Büro ASS zusammensetzt. In dringenden Fällen soll es aber auch dem Bürgermeister gemeinsam mit einem weiteren Ratsmitglied möglich sein, Entscheidungen über die Mittelvergabe zu treffen.

Als erstes Gremium bis zur entscheidenden Ratssitzung am 8. Juni wird sich am Donnerstag der Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt mit dem Förderprogramm auseinandersetzen (17 Uhr, Ratssaal).

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