Haus Nordhelle bekommt „Drei-Sterne-Sanierung“

Wie die „King-Size-Zimmer“ einmal aussehen sollen, zeigt diese Perspektivzeichnung der Firma „Voglauer hotel concept“.

VALBERT -  In der evangelischen Tagungsstätte Haus Nordhelle in Valbert stehen große Veränderungen an. Nachdem die Kreissynoden Lüdenscheid-Plettenberg und Iserlohn ein klares Bekenntnis zur weiteren Trägerschaft der Einrichtung gegeben haben, ist nun der Weg frei für umfangreiche Renovierungen und eine Neugestaltung.

Von Jürgen Beil

Etwa 2,75 Millionen Euro stehen dafür bereit, Baubeginn wird im April 2014 sein. Der Abschluss der Arbeiten ist für Ende November nächsten Jahres vorgesehen.

Bislang gab es nur Gedankenspiele über Art und genauen Umfang der Maßnahme. Inzwischen sind die Planungen weiter vorangeschritten. Was passieren soll, das erfuhren die Mitglieder der beiden Kreissynoden Dienstagabend bei einer internen Veranstaltung, die mit „Visionen beflügeln – Begegnung und Kultur mit Weitblick“ überschrieben war. Das Ziel der Gesamtmaßnahme: Das Level des Betriebes soll auf Drei-Sterne-Niveau angehoben werden.

Dazu ist zunächst eine deutliche Aufwertung der Zimmer nötig. Wie das erreicht werden soll, erfuhren die Synodalen auch durch einen Image-Film, der anschaulich verdeutlichte, in welche Richtung der Umbau gehen wird. In dem jetzigen Jugendtrakt werden jeweils zwei Räume zu einem Familien-Gästezimmer umgebaut. Mehr Platz für die Besucher und höherer Komfort werden hier durch neue Möblierung und die Reduzierung von vier auf drei Betten je Raum erreicht. Jedes Zimmer bekommt außerdem einen eigenen Sanitärbereich. Und auch der Erwachsenentrakt wird renoviert und allgemeinen Hotelstandards der Drei-Sterne-Kategorie angepasst. King-Size-Betten, neue Möbel und freundliches Ambiente sollen ein völlig neues „Raumgefühl“ schaffen, in dem sich neben „kirchlichen“ Gästen beispielsweise auch Geschäftskunden wohlfühlen können. „Schlicht, aber hochwertig“ lautet die Devise. Auf Wunsch, so die Planungen, kann später auch ein Fernseher für das jeweilige Zimmer „dazugebucht“ werden.

Doch das ist bei Weitem noch nicht alles, was sich an und in der Tagungsstätte tun wird. Ein neu gestalteter Eingangsbereich außen und innen mitsamt einer räumlich verlegten Rezeption sind ebenfalls Punkte, die beim Umbau in die Tat umgesetzt werden sollen. Die Auffahrt zum Eingang wird breiter und mit Bäumen gesäumt, die nachts dezent angestrahlt werden. Und direkt am Haus entstehen neue Kurzzeitparkplätze.

Der den Gesamteindruck bestimmende grüne Teppich wird ebenfalls verschwinden, „heller und freundlicher“ lautet die Devise. Ein große Rolle werden Naturmaterialien und Wasser spielen. Ein flacher Teich im rückwärtigen Bereich, ein Brunnen und eine kleine „Wasserfläche“ am Eingang sollen zusätzliches Ambiente bringen. Das Hallenbad bleibt natürlich erhalten, es kann künftig nach außen zur Wiese hin geöffnet werden und wird ergänzt durch eine Sauna und einen Wellnessbereich. Und für die geistliche Besinnung entsteht eine hauseigene Kapelle mit angegliedertem Meditationsraum. Für Wärme wird künftig ein neues Blockheizkraftwerk sorgen. Dem Restaurant- und Cafébereich angegliedert wird eine Terrasse mit Außengastronomie. Hier können die Gäste bei entsprechender Witterung Grillspezialitäten genießen oder einfach nur gemütlich bei einem Getränk zusammensitzen.

Die Tagungstechnik ist ein weiterer Punkt, in den investiert wird. Beschallungsanlage, Beamer und multifunktionale Flachbildschirme sollen angeschafft werden. Das alles wird so „dezent“ angebracht, dass sich die großen Räume weiterhin für fast alle Arten von Veranstaltungen eignen.

78 Zimmer stehen in Haus Nordhelle momentan zur Verfügung, nach dem Umbau werden es nur noch 70 sein. Die Betten-Kapazität bleibt allerdings annähernd gleich, so stehen ab Dezember 2014 genau 148 Schlafplätze zur Verfügung, heute sind es 150.

Während des Umbaus ist es nicht möglich, das Haus „Am Koppenkopf“ durchgehend zu öffnen. Von Juni bis August soll deshalb geschlossen bleiben. Bei bestehenden Buchungen ist das Team der Tagungsstätte um den Geschäftsführer des Wirtschaftsbetriebes, Kai-Uwe Kersten, und den Geschäftsführer des Bereiches Bildung, Christian Graf, aber bei der Suche nach Ersatzquartieren behilflich. Nicht betroffen von den Einschränkungen ist die Verpflegung für das Evangelische Gymnasium und die Versorgung der Stadthallen-Gäste.

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