Drei Sterne für Haus Nordhelle

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Christian Graf und Nicoletta Frey an der Rezeption. Die „Empfangstheke“ wurde auf die andere Seite des Eingangs verlegt.

Valbert - Christian Graf ist erleichtert. Der Chef des evangelischen Tagungszentrums Haus Nordhelle in Valbert konnte nach monatelanger Umbauphase am vergangenen Wochenende das erste Mal vermelden: „Wir sind voll belegt.“

Von Jürgen Beil

Graf ist seit wenigen Tagen übrigens auch alleiniger Leiter des Hauses. Denn: Nach dem Abschied des kaufmännischen Geschäftsführers Kai-Uwe Kersten hat der Vorstand kürzlich getagt und festgelegt, dass es in Zukunft keine Doppelspitze mehr geben wird. Stattdessen, so Graf, sei er mit der alleinigen Leitung des Hauses beauftragt worden. „Der kaufmännische Bereich soll künftig durch eine Sachbearbeiterstelle in Vollzeit abgedeckt werden. Die Buchhaltung lassen wir schon seit längerer Zeit extern erledigen“, erläuterte Graf weiter.

Dem Anspruch eines Drei-Sterne-Hauses wollte man nach dem Umbau gerecht werden – und das ist gelungen. Zwar müssen hier und da noch einige Restarbeiten erledigt werden, doch mit etwa achtwöchiger Verspätung wurde die Sanierung von Zimmern, Tagungsräumen, Fluren und der Halle der Begegnung vollendet. Nicht zu vergessen der Brandschutz, in den viel Geld investiert wurde. Heller und freundlicher und vor allen Dingen deutlich komfortabler als bisher kommt die Einrichtung daher. Die Zimmer entsprechen nun Hotelstandard. Neue Bäder, Toiletten, Boxspringbetten, Sofas und ein heller Teppich – das alles fügt sich zu einem freundlichen Gesamteindruck.

65 Euro kostet eine Übernachtung im Einzelzimmer nun, bei Doppelbelegungen werden pro Gast 49 Euro fällig. Weil der evangelische Charakter des Tagungszentrums natürlich beibehalten werden soll, bekommen kirchliche Gruppen einen Nachlass von 20 Prozent. „Allerdings entfällt die Subventionierung durch die beiden evangelischen Kirchenkreise in Zukunft. Am Ende des Jahres müssen wir also mindestens eine schwarze Null schreiben, besser Gewinne erwirtschaften“, erklärt Christian Graf.

Noch nicht vollendet ist die kleine Kapelle, die künftig Bestandteil des Tagungszentrums sein soll. Handwerker prägen in diesem Raum das Bild. Die gewohnten „Annehmlichkeiten“ wie Hallenbad und Kegelbahn bleiben selbstverständlich erhalten. Auch dort wurde renoviert. Um den Kostenrahmen in Höhe von drei Millionen Euro einzuhalten, musste aber auch der Rotstift angesetzt werden. Sauna und Außenterrasse gibt es (noch) nicht. „Darum wird sich jetzt der Förderverein kümmern“, erläuterte Graf .

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