Haus Nordhelle kürzt Angebot

Schulessen nur noch an vier Tagen im EGM

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Symbolfoto

Meinerzhagen - Die Mensa-Verpflegung am Evangelischen Gymnasium Meinerzhagen wird nach den Herbstferien zurückgefahren. Das gab jetzt das Haus Nordhelle als Zulieferer bekannt.

Mit knurrendem Magen lässt sich nicht gut lernen. Das weiß seit langem auch die Schulleitung des Evangelischen Gymnasiums, die daher vor sieben Jahren professionelle Hilfe hinzuholte: Seither beliefert die Küche des evangelischen Tagungszentrums Haus Nordhelle die Schüler und Lehrer mittags mit warmen Speisen. Künftig wird dieses Angebot jedoch zurückgefahren. Größtes Sorgenkind: der Freitag.

Deutlich wird das beim Blick auf die Zahlen: Normalerweise, so schreibt Nordhelle-Geschäftsführer Christian Graf in einem Rundbrief, verkaufe man montags bis donnerstags in der EGM-Mensa „etwas mehr als 100 Mittagessen“. Am Freitag würden unterdurchschnittlich wenige Mahlzeiten ausgegben – die Rede ist von 12 bis 20 Essen. 

„Um die Kosten für Sie nicht weiter erhöhen zu müssen, haben wir uns nach eingehender Prüfung der Sachlage und im Austausch mit der Schulleitung entschieden, nach den Herbstferien den Freitag zu ,streichen‘“, schreibt Graf weiter. Denn: Um kostendeckend arbeiten zu können, bedürfe es einer durchschnittlichen Abnahme von 100 Essen pro Tag. Dieser Wert werde durch die mangelnde Resonanz am Freitag nicht erreicht. 

Dass Schulleiter Sven Dombrowski die Entscheidung des Hauses Nordhelle als Anbieter bedauert, steht außer Frage. Doch er kann sie verstehen. „Natürlich muss ein Caterer das Interesse haben, kostendeckend zu arbeiten. Wir haben daher mit verschiedenen Aktionen versucht, den schon immer schwachen Freitag zu beleben“, sagt Dombrowski. So hätten die Schüler etwa selbst Hamburger zusammenstellen können oder Currywürste essen können. All das habe aber nicht zu einer volleren Mensa am Freitag beigetragen. 

„Natürlich darf man nicht vergessen, dass wir keine Ganztagsschule sind und maximal ein Drittel unserer Schüler die Mensa überhaupt aufsucht“, betont der Schulleiter, nicht mit anderen Schulen vergleichbar zu sein. 

Eine Lösung für jene rund 20 Personen, die freitags durchaus etwas Warmes zu sich nehmen wollen, soll es dennoch geben. Dombrowski: „Wir befinden uns bereits in Gesprächen mit Jahrgangsstufen und auch der Schülervertretung. Eventuell gibt es dann freitags wieder Snacks, die die Schüler und Lehrer kaufen und damit die entsprechende Kasse der Schüler auffüllen können.“

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