Haus Nordhelle gibt Stadthallen-Catering ab

Christian Graf ist Leiter von Haus Nordhelle. Zusammen mit seinem Mitarbeiterteam möchte er sich künftig verstärkt auf das Kerngeschäft in der eigenen Einrichtung in Valbert konzentrieren. - Archivfoto: Beil

Meinerzhagen - Ob die Wurst in der Konzertpause, der Kaffee bei der Theatervorstellung oder ein Salat nach anstrengender Sitzung – wer in der Stadthalle im Rahmen von Veranstaltungen Speisen oder Getränke verzehrt, sich vielleicht sogar am Büfett bedient, lässt sich momentan noch von der Küche des Evangelischen Tagungszentrums Haus Nordhelle in Valbert „verwöhnen“.

Von Jürgen Beil

Mit Ablauf dieses Monats wird allerdings ein neuer Caterer die Versorgung der Stadthallen-Gäste übernehmen: Die Firma Fedder aus Much. „Haus Nordhelle scheidet auf eigenen Wunsch aus und gibt das Catering ab“, teilte Fachbereichsleiter Heinz-Gerd Maikranz vom Bürgerservice der Stadt Meinerzhagen auf MZ-Anfrage mit.

Christian Graf ist Leiter der Valberter Einrichtung. Er erläuterte, warum sich die Leitung des Tagungszentrums zu diesem Schritt entschlossen hat: „Unsere personellen Ressourcen benötigen wir in Valbert. Es kann nicht sein, dass unser Service im eigenen Haus leidet, weil Personal durch andere Aufgaben gebunden ist, so wie durch das das Stadthallen-Catering. Wir wollen unseren eigenen Ansprüchen gerecht werden – auch deshalb dieser Schritt. Der Rückzug aus der Stadthalle tut uns selbst leid, aber wir können unser Personal durch dieses zusätzliche Angebot nicht aufstocken. Und so nebenbei lässt sich die Stadthalle nicht ,bespielen’. Haus Nordhelle ist einfach unser Kerngeschäft.“

Dass es zu Problemen kommen kann, wenn die Kräfte aufgeteilt werden müssen, haben Christian Graf und seine Mitarbeiter zum Beispiel bei der Weihnachtssitzung des Rates festgestellt, die wegen einer gleichzeitigen Veranstaltung in der Stadthalle ins Haus Nordhelle verlegt werden musste. Damals gab es aus den Reihen des Rates deutliche Kritik an den Begleitumständen der Sitzung (wir berichteten). So etwa soll in Zukunft nicht mehr vorkommen.

Prinzipiell ist die Entscheidung für die Firma Fedder als neuem Caterer bereits gefallen. Laut Heinz-Gerd Maikranz müssen allerdings noch einige Kleinigkeiten geklärt werden: „Wir werden dazu ins Details gehen und Fragen besprechen, wie die nach den zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten und den Öffnungszeiten. Und auch die Verbindungen zu den Veranstaltern vor Ort gilt es herzustellen. Da sind wir allerdings sehr guter Dinge. Die Referenzen der Firma Fedder sind darüber hinaus sehr gut. Vor etwa 14 Tagen hat das Unternehmen hier bereits ein Probe-Catering durchgeführt. Dabei hat alles prima geklappt.“

Nicht betroffen von dem Motto „zurück zu den Wurzeln“ ist übrigens die Versorgung der Mensa am Evangelischen Gymnasium. „Die wird natürlich auch künftig von Haus Nordhelle mit Essen beliefert“, verspricht Christian Graf. Was dieses externe „Standbein“ des Tagungszentrums angeht, wird es laut Graf in Zukunft sogar eine deutliche Verbesserung geben: „Bislang hatten wir dort eine relativ kundenunfreundliche Vorgehensweise bei den Essens-Buchungen. Wurde ein Schüler krank, musste sein bestelltes Mittagessen zum Beispiel täglich erneut storniert werden. Stand eine Klassenfahrt an, galt ein ähnlich kompliziertes Prozedere. Das alles wird bald im Sinne der Kunden viel besser geregelt. Ab dem 1. Mai gibt es keine Einschränkungen mehr. Die Schüler können dann einfach ihre Essens-Karte mit einem Geldbetrag aufladen und täglich neu entscheiden, ob sie essen möchten oder nicht – ohne An- oder Abmeldung.“

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