Haus Nordhelle: Vorfreude auf die Modernisierung

So oder ähnlich könnte die Halle der Begegnung einmal aussehen. ▪ Konzeptentwurf: Architektin Hoffmann-Stein

VALBERT ▪ In einer Arbeitsgruppe soll bis Februar darüber beraten werden, unter welchen Voraussetzungen die evangelischen Kirchenkreise Siegen und Wittgenstein aus der Trägerschaft der evangelischen Tagungsstätte Haus Nordhelle in Valbert ausscheiden können. Das berichtet die Siegener Zeitung.

Eigentlich, so ist festgeschrieben, muss der Kreis Siegen beim Ausstieg etwa 1,1 Millionen Euro an Abstandszahlungen leisten, Wittgenstein insgesamt 310 000 Euro. Die Hälfte dieser Summen soll, so die Planungen, in die Renovierung des Hauses fließen, für die etwa drei Millionen Euro veranschlagt werden. Die andere Hälfte ist für die Deckung so genannter „Altlasten“ vorgesehen, dazu zählt auch die Weiterfinanzierung des Hauses in der Zeit, in der wegen des Umbaus die Kapazität an Gästebetten geringer sein wird.

Nachdem die Kreissynoden Siegen und Wittgenstein den Ausstieg aus dem Vierer-Trägerverband der Tagungsstätte beschlossen haben, bleiben nun die Kreise Lüdenscheid-Plettenberg und Iserlohn übrig, die die Einrichtung Auf dem Koppenkopf weiterführen wollen (wir berichteten). Nach den Synoden berieten jetzt auch der Trägerverband und der Vorstand über die Zukunft der Hauses. Diese Gremien bekräftigten die Synoden-Beschlüsse, die defizitäre Tagungsstätte unter Regie der beiden Kirchenkreise Iserlohn und Lüdenscheid-Plettenberg weiterzuführen. Allerdings ist jetzt eine Satzungsänderung erforderlich. Die Kirchenkreise sollen zudem nicht unzumutbar belastet werden. Die Arbeitsgruppe will nun einen juristisch und finanziell ausgearbeiteten Vorschlag vorlegen, dem nach der Verbandsversammlung auch die Landeskirche zustimmen muss. So werde man also erst im Februar genau wissen, mit welchen Kosten der Ausstieg für die beiden Kirchenkreise Siegen und Wittgenstein verbunden sei, berichtet die Siegener Zeitung weiter. An der Tatsache, dass die Tagungsstätte vor dem Abriss oder Verkauf bewahrt bleibt, ändert das alles nichts.

In Valbert freut man sich jetzt auf den bevorstehenden Umbau und die Modernisierung. Dafür sollen im kommenden Jahr die Weichen gestellt werden, 2014 kann es dann losgehen. Mit die Fertigstellung des Großprojektes rechnen die Verantwortlichen Anfang 2015.

Schon jetzt beginnen die Vorarbeiten. Einen ersten Anhaltspunkt wie Haus Nordhelle innen einmal aussehen könnte gibt der Konzeptentwurf der Siegener Architektin Susanne Hoffmann-Stein. Ob das Konzeptpapier allerdings so umgesetzt wird, steht noch nicht fest. Immerhin zeigen die Planungen aber auf, in welche Richtung es gehen könnte: Die beabsichtigte Atmosphäre des Hauses soll „elegante Einfachheit“ ausstrahlen. „Ein großer Anteil natürlichen Lichts – differenziert in seiner Erscheinung, Lichtreflektionen auf dem Wasser und Wassergeräusche, helle und natürliche Materialien in einer bewusst reduzierten Auswahl erzeugen heitere Raumstimmung“, heißt es in dem Entwurf.

Kein Luxushotel, aber modernere und komfortablere Unterkünfte als bisher, das ist Ziel der Sanierung. Dadurch, so die Hoffnung, wird Haus Nordhelle für kirchliche Gruppen und auch für Kunden aus Industrie und Wirtschaft interessant. Letztere könnten hier Tagungen abhalten. Gerade an Wochentagen soll die Auslastung des Hauses steigen, damit die Einrichtung wieder schwarze Zahlen schreibt. Erste Kontaktaufnahmen mit heimischen Firmen machen jedenfalls Mut. Einige Unternehmen bekundeten bereits Interesse, die modernisierte Tagungsstätte in Zukunft in ihre Planungen einzubeziehen. ▪ beil

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