Hauptstraße: Fahrbahn und Pflaster „marode“

Die Hauptstraße – hier im Bereich Volmecenter – gleicht stellenweise einem Flickenteppich.

MEINERZHAGEN ▪ Nach einer Ortsbesichtigung vor Beginn der Sitzung war sich die große Mehrheit der Mitglieder des Bau- und Vergabeausschusses am Dienstag einig in der Einschätzung: Der Zustand der Pflasterungen und der Fahrbahn der Hauptstraße macht eine umfassende Reparatur unumgänglich.

Der Antrag von FDP-Ratsherr Thomas Sanden, die Sanierung aufzuschieben und nach Fertigstellung der Südumgehung unter Berücksichtigung der dann veränderten Verkehrsströme über eine möglicherweise größere Veränderung im Bereich der Hauptstraße, zum Beispiel mit Einbahnstraßenregelung und erweiterten Parkmöglichkeiten, zu entscheiden, fand keine Zustimmung. Außer Sanden stimmte dafür nur der Grünen-Vertreter Ingolf Becker.

Grünes Licht für

Ausschreibung

Die Ausschussmehrheit gab der Verwaltung grünes Licht für die Ausschreibung und Auftragsvergabe der Arbeiten, wobei Ausschussvorsitzender Axel Oehm (CDU) allerdings noch eine Einschränkung machte: Sollte sich herausstellen, dass aus den Reihen der Anwohner und dort ansässigen Geschäftsleute noch gravierende Einwendungen oder andere Vorschläge kommen, soll noch einmal beraten werden. Gelegenheit zur Stellungnahme haben die Betroffenen am Donnerstag nächster Woche, 10. Juni, Beginn 19 Uhr, im Rahmen einer Einwohnerversammlung im Rathaus. Die Verwaltung will dort über die geplanten Maßnahmen und die dadurch bedingten Auswirkungen auf die Verkehrsführung in der Hauptstraße und in den einmündenden Straßen informieren.

In zwei Bauabschnitten sollen die mittlerweile umfangreichen Schäden an Fahrbahn, Seitenstreifen und Gehwegen beseitigt werden. So sollen die Entwässerungsrinnen und die Fahrbahn erneuert, die Bürgersteige in Teilbereichen saniert werden. Die bisherige Natursteinpflasterung, die sich unter dem Einfluss von Witterung und mechanischer Beanspruchung teilweise regelrecht aufgelöst hat, soll vollständig durch neues, deutlich beständigeres Betonpflaster ersetzt werden. Die an vielen Stellen brüchige Fahrbahndecke wird nach Abschluss der Arbeiten an den Randbereichen und den Gehwegen abgefräst und durchgängig erneuert.

Beginn nach dem

Schützenfest

Vorgesehen ist, so Baudezernent Gerd Schriever im Ausschuss, mit den Arbeiten am ersten Abschnitt vom Volme-Center bis zur Einmündung Prumbomweg in Höhe des Kaufparks nach dem Schützenfest am 10. August zu beginnen. Es wird mit einer etwa dreimonatigen Bauzeit gerechnet. Im Frühjahr 2011 soll dann der zweite Abschnitt bis zur Krim erneuert werden.

Die Arbeiten bedingen Einschränkungen der Verkehrsführung. So wird es für den 1. Bauabschnitt eine Einbahnstraßenregelung geben. Die Hauptstraße wird dann vom Volme-Center kommend nur noch in Richtung Krim befahrbar sein. In entgegengesetzter Richtung wird die Hauptstraße nur noch bis in Höhe der Einmündung Kirchstraße beidseitig befahrbar sein. Der Busverkehr läuft vorübergehend wie an solchen Tagen, an denen die Hauptstraße zum Beispiel für Veranstaltungen gesperrt ist.

Die Gesamtkosten sind mit rund 250 000 Euro angesetzt. Eine von Thomas Sanden ins Gespräch gebrachte umfassende Erneuerung, „die auch ein Schritt auf dem Weg zu einer positiven Stadtentwicklung wäre“, findet vom Grundsatz her durchaus auch Sympathie in den Reihen der übrigen Fraktionen und auch beim Baudezernenten. Doch überwog hier die Erkenntnis: Kostenmäßig wird das auf längere Sicht wohl nicht realisierbar sein. „Wir reden dann von einem Millionenprojekt“, so Gerd Schriever. ▪ -fe

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