Hartmut Pieta kehrt der Schule den Rücken

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Schulleiter Peter Regali (rechts) verabschiedetet heute seinen zweiten Konrektor Hartmut Pieta. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Der Beginn der Ferien war sein letzter Tag im Schuldienst an der Städtischen Realschule Meinerzhagen.

Heute, einen Tag vor dem offiziellen Start ins neue Schuljahr, wurde Hartmut Pieta mit einem dicken Blumenstrauß und einem Geschenk von Schulleiter Peter Regali noch einmal ganz offiziell mit Dank und Anerkennung in den Ruhestand verabschiedet.

Es geht ein echter „Ruhri“, geboren vor 63 Jahren in Essen, der Vater noch am Hochofen tätig. Ein Arbeiterkind, das über die christliche Jugendarbeit zum Berufswunsch Lehrer kam und dieses Ziel konsequent verfolgte: Volksschulbesuch, Realschule in Essen-Borbeck, danach Abitur am Aufbaugymnasium. Studium zum Hauptschullehrer an der Pädagogischen Hochschule in Essen, 1972 abgeschlossen mit der ersten Staatsprüfung mit den Fächern Chemie, evangelische Religion und Mathematik.

Ein Jahr Referendariat an einer Hauptschule in Essen-Altenessen, dort mit einer 53 Köpfe zählenden Mathe-Klasse gleich ungewöhnlich gefordert. 1973 Wechsel zur Gesamtschule Kierspe und damit Abschied vom Ruhrgebiet. Heimisch geworden mit Ehefrau Renate und den drei Söhnen Sven, Steffen und Hendrik im Sauerland, ein Haus gebaut am Arney.

1976, übrigens zeitgleich mit seinem späteren Kollegen und Chef Peter Regali, Qualifizierung zum Realschullehrer. 1980 Wechsel an die Städtische Realschule Meinerzhagen, an der wegen ihrer zeitweiligen Größe mit über 700 Schülerinnen eine zweite Konrektorenstelle eingerichtet wurde. Diese Position übernahm Hartmut Pieta und hat sie über nun 16 Jahre mit großem Engagement ausgefüllt.

Ein besonderer Schwerpunkt, auf den heute in einer Würdigung des langjährigen Weggefährten Schulleiter Regali einging, war dabei Ausbau und Fortentwicklung des Angebots im Bereich der Berufsorientierung. Dass die Realschule ihren Absolventen auf dem Weg in die Berufswelt besonders erfolgreich Hilfestellung leistet, wurde vor drei Jahren auch durch die Verleihung des Berufswahl-Siegels durch die Agentur Mark gewürdigt und herausgestellt. Bereits ab dem sechsten Schuljahr gibt es Angebote, die zielführend zur späteren Entscheidung für einen bestimmten beruflichen Ausbildungsgang beitragen. 2008 wurde ein Kooperationsvertrag mit dem größten heimischen Ausbildungsbetrieb, den Metallwerken Otto Fuchs, abgeschlossen. Weitere Kooperationen sind noch durch Hartmut Pieta in den Bereichen kaufmännische und soziale Berufe auf den Weg gebracht worden.

Auch im Ruhestand, auf den er sich nun freut, will sich Hartmut Pieta weiter engagieren, so in der evangelischen Kirchengemeinde seines Wohnortes Kierspe, als Sänger des Chores Aletheia und Vorstandsmitglied des sozialen Bürgervereins „Hand in Hand.“ ▪ -fe

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