Hans-Gerd Turck und die Pandemie

Ein sorgenvoller Ortsvorsteher

Anpacken und das gemeinsam über Parteigrenzen. Das ist für Hans-Gerd Turck vollkommen normal. Wie hier mit Ralf Conrady von der SPD.
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Anpacken und das gemeinsam über Parteigrenzen. Das ist für Hans-Gerd Turck (links) vollkommen normal. Wie hier mit Ralf Conrady von der SPD.

Die zweite Amtszeit von Valberts Ortsvorsteher Hans-Gerd Turck leidet auch unter der Pandemie. So liegen viele seiner Aktivitäten außerhalb der „normalen“ Kommunalpolitik derzeit brach.

Valbert – Sehr bedauerlich sind dabei die ausgefallenen offiziellen Besuche bei Geburtstags- und Ehejubiläen, bedauert Turck. Der gebürtige Pütthofer mag sein Ebbedorf und die darum liegenden Ortschaften. Und für die setzt er sich gerne kommunalpolitisch ein. Und das seit 2007/2008. Bis zum Oktober vergangenen Jahres war der Ortsvorsteher neben seinem Hauptberuf als Abteilungsleiter bei der Firma Burg-Wächter. Mittlerweile ist Hans-Gerd Turck Ruheständler.

Kontaktverluste stimmen traurig

„Mit der zweiten Amtszeit, die ich dank der Wahlentscheidung der Bürgerinnen und Bürger im Oktober antreten durfte, ist es nicht so einfach“, sagt der Ortsvorsteher im Gespräch. Das liegt zweifelsohne am Coronavirus. Zu dem, was auch für die restlichen Kommunalpolitiker in Meinerzhagen als „Pandemie-Widrigkeiten“ gilt, kommt noch eine ganze Anzahl von Einschränkungen für die Arbeit als Ortsvorsteher hinzu: Für Hans-Gerd Turck sind dabei die Kontaktverluste bei Ehejubiläen und Geburtstagen, zu denen er vor Corona in offizieller Mission oftmals unterwegs war, besonders traurig. „Gerade diese Kontakte waren immer wichtig“, weiß er zu berichten. „Sie machten für mich immer auch den Zusammenhalt unserer Dorfgemeinschaft aus, Man kennt sich halt und das oft über Generationen hinweg.“

Obwohl oder gerade weil Turck eine Frohnatur ist, sorgt er sich im Zusammenhang mit dem Dorfleben um die jetzige Zeit der Pandemie, aber auch um die danach.

Aufforderung zum Impfen

Er weiß es dabei zu schätzen, dass die Händler und Dienstleister im Dorf so gut als möglich den Betrieb aufrechterhalten haben. Viele Ideen und aktuell mit dem Osterbaum auch sichtbare Zeichen dafür, dass es das Vereinsleben noch gibt, machen ihm Mut.
„Vielleicht ist das ja ein besonderes Zeichen, dass jetzt in der Ebbehalle, dort wo oft das Vereinsleben richtig brummte, ein Testzentrum eingerichtet wurde. Denn durch das Impfen wird sich die Lage bessern. Ich fordere alle dazu nachdrücklich auf .“

Hoffnung auf Ende der Pandemie

Wenn dieser Umstand, dem Wunsch des Ortsvorstehers entsprechend, hoffentlich in absehbarer Zeit eintreten wird, geht es aus seiner Sicht darum, nicht nur den bisherigen Stand zu erreichen. Vielmehr müssen die sonstigen Zukunftsaufgaben angepackt werden. Zu denen zählt für Hans-Gerd Turck die Dorfentwicklung im Hinblick auf Wohnraum und die Erhaltung der Straßen und Wege oder – wo sinnvoll – auch um deren Ausbau. Um Freizeitangebote für Alt und Jung, um die Versorgung im Hinblick auf mögliche Elektro-Ladestationen „auf dem Land“. Selbstverständlich zählen für ihn auch der Breitbandausbau, der bereits gut angelaufen ist, dazu.

„Letztendlich wird aber für die Gemeinschaft das mögliche Zusammenkommen, sowohl zum Feiern der traditionellen Feste, aber auch nur zum Prölleken über den Gartenzaun, auf dem Sportplatz oder der Vereinssitzung für die Normalität wichtig sein“.

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