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Happy Halloween – aber friedlich

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Von: Jürgen Beil

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Auch in Meinerzhagen bereicherten an Halloween das ein oder andere „Monster“ das Straßenbild.
Auch in Meinerzhagen bereicherten an Halloween das ein oder andere „Monster“ das Straßenbild. © Carlo Czichowski

„Das Übliche“, antwortet Christoph Hüls von der Pressestelle der Kreispolizeibehörde in Iserlohn auf die Frage, was am 31. Oktober auch in Meinerzhagen wieder passieren könnte.

Meinerzhagen – An diesem Sonntag ist nämlich nicht nur Reformationstag, an dem Protestanten in aller Welt an den Beginn der Reformation durch die Veröffentlichung der 95 Thesen von Martin Luther erinnern –, sondern auch Halloween. Und da geht es eben nicht um das mehr oder weniger stille Gedenken an Luther und dessen Wirken, sondern um Grusel-Partys und leider auch um Vandalismus. Eier landen dann an Hauswänden, Müllcontainer werden angezündet.

Keine Kavaliersdelikte

An Halloween wurden auch in Meinerzhagen und Kierspe in den vergangenen Jahren immer wieder Straftaten registriert: Unbekannte warfen in Oberkorbecke einen Böller in einen Briefkasten und an der Gesamtschule in Kierspe wurden Schmierereien und zerstörte Fenster gemeldet. Den „Klassiker“ unter den Halloween-Streichen notierten Polizeibeamten ebenfalls: Ein Ei landete an der Scheibe eines Büros an der Volmestraße in Kierspe. Ein äußerst hart gekochtes muss indes am Bussardweg in Meinerzhagen in der Luft gewesen sein. Dort sorgte es für zerstörten Klinker an einer Hauswand. Und an der Stadthalle beschmierten Unbekannte den mittlerweile nicht mehr existenten Brunnen mit Graffiti. Doch das alles ist bereits einige Jahre her.

Auch Christoph Hüls warnt im Vorfeld von Halloween: „Sachbeschädigungen sind keine Kavaliersdelikte. Wird ein Container an einem Haus angezündet, können die Flammen übergreifen. Das ist ein gefährliches Spiel mit dem Feuer und kann schnell zu einer schweren Brandstiftung werden.“ Christoph Hüls nennt keine Einzelheiten zu den Einsatzplänen der Polizei in der Halloween-Nacht 2021, versichert aber: „Wir halten in diesem Zeitraum natürlich ganz besonders Ausschau.“

Strafen drohen

Wird ein Übeltäter auf frischer Tat ertappt, drohen teils drastische Strafen: Gemäß Strafgesetzbuch kann „einfache“ Sachbeschädigung mit bis zu zwei Jahren Haft oder einer Geldstrafe geahndet werden. Werden die Täter sogar „gemeinschädlich“ aktiv, das heißt, werden von der Öffentlichkeit genutzte Einrichtungen wie Bushaltestellen oder Denkmäler beschädigt, sieht der Gesetzgeber sogar eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor.

Meinerzhagens oberster Polizeibeamter Andreas Schmutzler ist in diesem Jahr allerdings zuversichtlich, dass Halloween ohne besondere Zwischenfälle über die Bühne gehen wird: „Die letzten beiden Jahre waren ebenfalls ruhig. Wir werden in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November auch eine erhöhte Streifentätigkeit einplanen und unsere Kräfte verstärken“, kündigt der Hauptkommissar an.

Den Meinerzhagenern und Kierspern stellt er dabei ein sehr gutes Zeugnis aus, denn im oberen Volmetal blieb es an Halloween zuletzt ruhig. „Auch in diesem Jahr hoffen wir nun auf einsichtige Bürger, die merken, dass es auf der Welt genug Probleme gibt und man sich deshalb nicht selbst noch welche machen sollte.“

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