20 Hakenkreuze und ein rassistischer Spruch

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Platzwart Andreas Schulte begutachtet die Hakenkreuz-Schmierereien. Deren Entfernung wird – grob geschätzt – 3000 Euro kosten.

Meinerzhagen - 20 Hakenkreuze und ein rassistischer Spruch – am Schützenplatz haben Unbekannte mit Sprühfarbe an Gebäuden, Kugelfang und Verteilerkasten großen Schaden angerichtet.

Dass es in diesem Fall allerdings um mehr als eine „einfache“ Sachbeschädigung geht, verdeutlicht die Tatsache, dass nun der Staatsschutz in Hagen ermittelt.

Polizei-Pressesprecher Rolf Bode teilte auf Anfrage mit, dass es auch um das „Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ geht. Bode: „So etwas will in unserem Land keiner sehen.“ Die Polizei bittet nun Zeugen der Tat, die irgendwann zwischen Freitag, 15 Uhr, und Sonntag, 16 Uhr, begangen wurde, sich unter der Rufnummer 0 23 54/9 19 90 zu melden.

Andreas Schulte ist Platzwart der Schützengesellschaft. Er stand am Montag fassungslos vor den Schmierereien. „Wir haben bereits Anzeige bei der Polizei erstattet“, berichtete er. Auf dem Schaden wird die Gesellschaft wohl sitzen bleiben.

Die Hakenkreuze wurden mit Hilfe einer Schablone aufgesprüht. Betroffen sind das hölzerne Schießhaus inklusive der Eingangstür aus Metall, das Hauptgebäude, der Lagerraum und der Verteilerkasten. Und auch die einzeln stehende eiserne Figur eines Schützen am nahen Kreisverkehr wurde verschandelt. Hier ist es allerdings bereits gelungen, das Hakenkreuz weitgehend zu entfernen. Das soll in den kommenden Tagen auch an den restlichen Stellen passieren. 

Schulte: „Wir werden das mit eigenen Kräften machen. In unseren Reihen haben wir einen Maler, der sich kümmern wird. Den Sachschaden schätzen wir auf 3000 Euro“, so Schulte.

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