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Stolpersteine: Standort für Tafel bleibt umstritten 

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Von: Dominic Rieder

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Dietmar und Christina Först stellten den Bürgerantrag des Projektkurses vor.
Dietmar und Christina Först stellten den Bürgerantrag des Projektkurses vor. © Dominic Rieder

Eine Infotafel, die auf die neun Stolpersteine und die zwei jüdischen Friedhöfe in Meinerzhagen, die es gibt beziehungsweise gab, hinweist – die soll, wenn es nach dem Projektkurs „Jüdischen Leben in Meinerzhagen“ des Evangelischen Gymnasiums Meinerzhagen (EGM) geht, in der Fußgängerzone „Zur Alten Post“ aufgestellt werden.

Meinerzhagen – Ein entsprechender Antrag des Kurses stand in der Ratssitzung am Montag auf der Tagesordnung. Der Rat beschloss, die Anregung zuständigkeitshalber an den Haupt- und Finanzausschuss zu verweisen.

In der Stunde der Öffentlichkeit zu Beginn der Sitzung stellten Dietmar und Christina Först das Anliegen vor. Der Antrag war Ende August eingereicht und dann zunächst im interfraktionellen Ausschuss diskutiert worden. Daraufhin wurde dem Projektkurs vorgeschlagen, die Infotafel stattdessen neben der Gedenktafel für die Deportierten an der Ecke Kirchstraße/Hochstraße aufzustellen.

Tafel soll in die Fußgängerzone

„Diese Stelle halten wir für zu dezentral und deshalb weniger geeignet“, sagte Dietmar Först und begründete den Wunsch des Projektkurses, dass die Infotafel in der Fußgängerzone „Zur Alten Post“ aufgestellt wird. Die beiden ersten Infotafeln „Jüdisches Leben in Meinerzhagen“ zur „Geschichte der beiden jüdischen Friedhöfe“ waren Ende September auf dem Alten Friedhof am Schwarzenberg und auf dem Neuen Friedhof an der Heerstraße aufgestellt worden. „Unsere dritte Tafel trägt den Titel ,Einladung zum Rundweg’. Sie möchte interessierten Mitbürgern und Touristen durch Fotos und Text eine erste Einführung in das Thema ,Jüdisches Leben in Meinerzhagen’ geben sowie durch die Karte eine örtliche Orientierung“, erklärte Dietmar Först. Der Rundweg beginne an der ersten Verlegestelle von Stolpersteinen vor der Buchhandlung Schmitz. Dies sei die einzige in der gesamten Fußgängerzone. „Dieser Standort bietet Schutz vor Verkehrslärm bei gleichzeitig zentraler Lage und ist auch Ausgangspunkt aller bisherigen Führungen. Die Tafel weist den Weg zu den Stolpersteinen, zum Standort der ehemaligen Synagoge und zu den beiden Gedenktafeln, die die Stadt Meinerzhagen errichtet hat“, erläuterte Dietmar Först.

Argumente zusammengefasst

„Unsere Argumente für den Standort Fußgängerzone ,Zur Alten Post’ lauten zusammengefasst: gute Sichtbarkeit, Nähe zur Tourist-Info, Werbung als ,junge’ Stadt, Verlegeort 1 auf dem Rundweg 1-10, einziger Verlegeort in der Fußgängerzone, verkehrsarm, lärmgeschützt, bekannt als Startpunkt für Führungen, bietet Platz als Treffpunkt, Information für alle Generationen“, zählte er auf. Deshalb bat er im Namen des Projektkurses des hiesigen Gymnasiums, aber auch im Namen des Sponsors, der Volksbank in Südwestfalen, um Genehmigung für eine Aufstellung im Bereich „Zur Alten Post“.

In der nächsten Sitzungsperiode wird der Haupt- und Finanzausschuss zu dem Thema weiter beraten.

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