Gutachten zur Zukunft liegt vor

Stadthalle Meinerzhagen: Sanierung würde acht Millionen Euro kosten

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Eingangsportal der Meinerzhagener Stadthalle.

Meinerzhagen - Eine Komplettsanierung der Stadthalle wäre weitaus teurer als zunächst kalkuliert. Zu diesem Ergebnis kommt das Architektenbüro Trimpop, Trompeter, Schulte, das im Auftrag der Stadt ein Gutachten zu den Sanierungskosten des Gebäudes erstellt hat. 

Um die Stadthalle – inklusive Restaurantanbau – komplett zu sanieren, wären demnach brutto rund 8 Millionen Euro notwendig. Nach einer ersten groben Schätzung der Verwaltung waren im vergangenen Jahr zunächst Kosten von etwa 2 Millionen Euro erwartet worden. 

"Summe macht einen zunächst sprachlos"

Dass nun das Vierfache im Raum steht, überrascht auch Bürgermeister Jan Nesselrath. „Natürlich ist das eine Summe, die einen zunächst einmal sprachlos macht. Aber nun liegen uns diese Zahlen vor und wir werden schauen, welche Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden können“, sagte Nesselrath in einer ersten Reaktion gegenüber der Meinerzhagener Zeitung. Eines machte er dabei deutlich: „Zumindest den Veranstaltungsbereich wollen wir trotz des erforderlichen Aufwandes erhalten.“

Hier geht es zum kompletten Gutachten

Wie aus dem öffentlich einsehbaren Gutachten hervorgeht, würde sich die Summe bei Abriss des Restaurant-Anbaus um circa 1,2 Millionen Euro (brutto) reduzieren. Dass auch der Anbau förderfähig ist, bezweifelt der Bürgermeister indes. „Aber natürlich werden wir das prüfen.“ 

Sanierung des Hauptgebäudes für netto 4,63 Millionen Euro - plus Nebenkosten

Das Gutachten offenbart zahlreiche Mängel, die es zu beheben gilt, wenn die Stadthalle „durch behutsame Umgestaltung den heutigen Erfordernissen an ein modernes Kulturzentrum“ angepasst werden soll, wie es in der Zielsetzung heißt. Das Ergebnis: Allein für die Sanierung des Hauptgebäudes – das eigentliche Stadthallengebäude – würden Baukosten von 4,63 Millionen Euro fällig. Hinzu kämen Nebenkosten von geschätzt 926 500 Euro. Die reinen Baukosten für das Nebengebäude würden sich auf rund 1,09 Millionen Euro belaufen. Allesamt Netto-Beträge. 

Sowohl der Verein KuK als auch die Initiative Pro Stadthalle hatten zuletzt jedoch für die Variante „Komplettsanierung“ plädiert. Inklusive Baunebenkosten für Ingenieurleistungen ergeben sich dafür Netto-Kosten von 6,86 Millionen Euro – Brutto würden auf die Stadt Kosten von rund 8,17 Millionen Euro zukommen. 

Hoffnung auf Fördermittel

Das Gutachten verdeutliche, dass Handeln zwingend erforderlich sei, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Es zeige auf, „dass die Herausforderungen im Umgang mit der Stadthallensanierung noch schwieriger werden als erwartet.“ Allerdings hofft man im Rathaus offenbar auf Fördermöglichkeiten, etwa auf die Städtebauförderung, auf die Meinerzhagen bereits im Zuge der Regionale zurückgreifen konnte. Allerdings drängt die Zeit: Bis Ende 2017 muss ein entsprechender Antrag eingereicht worden sein, die Planung für die Stadthalle also stehen. Zudem wolle die Stadt prüfen, ob ein neues Förderprogramm von Bund und Land in Anspruch genommen werden kann. Die nächsten Wochen wolle die Verwaltung nun dazu nutzen, die Optionen und Vorgehensweisen vor dem Hintergrund der Erkenntnisse abzuwägen.

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