Gutachten zu Awo-Kita Im Brannten soll Baumängel aufzeigen

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Alles dicht, keiner arbeitet. Seit mindestens fünf Wochen ist das die Realität auf der Baustelle.

Meinerzhagen - Der Bau der Awo-Kita Im Brannten befindet sich in einer entscheidenden Phase. Ein Gutachten soll vorhandene Mängel aufzeigen und gleichzeitig, durch die Erstellung eines Sanierungskonzeptes, Planungssicherheit für die Investorin und die Awo bieten.

Oberstes Ziel der Sanierungsplanung ist, die schnellstmögliche Fertigstellung der Einrichtung sicherzustellen. „Ich bin seit gut 14 Tagen von der Bauherrin beauftragt, den Sachstand auf der Kita-Baustelle zu ermitteln. Dazu zählen naturgemäß zahlreiche Kontrollen und auch Probenentnahmen“, so Jens Altenberger, Inhaber des gleichnamigen Ingenieur- und Sachverständigenbüros aus Meinerzhagen auf Anfrage der MZ.

Ergänzend fügt er an, „dass die entsprechenden Untersuchungsergebnisse noch nicht vollständig vorliegen und ebenfalls noch weitere Prüfungen vor Ort erfolgen müssen“.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die MZ nach Rücksprache mit der Awo berichten müssen, dass kein konkreter Eröffnungstermin in Sicht sei und der Kita-Betrieb im „Ausweichquartier Haus Lyck“ fortgeführt werde.

Vorgefertigte Bauteile aus OSB-Platten sollten eigentlich die Bauzeit verkürzen. Der Plan ging nicht auf. Und ob der teilweise kräftige Regen bei der Montage gut für das Material war, könnte sich auch in Zukunft zeigen.

Beim Hochbau selbst oder schon in dessen Planungsphase muss es Probleme gegeben haben, die bisher eine erfolgreiche Schlussabnahme durch den Märkischen Kreis verhinderten. Sämtliche Bauteile und Ausführungen werden derzeit bautechnisch untersucht und auf ihre Richtigkeit hin überprüft. D

abei stehen vor allem die Einhaltung der entsprechenden Normen sowie Anforderungen seitens der Behörden im Mittelpunkt. Erst nach Ermittlung des derzeitigen Zustands können weitere planerische Aspekte berücksichtigt und die Arbeiten auf der Baustelle fortgesetzt werden.

Momentan hängt noch – und das schon seit mehr als vier Wochen – ein „Warnhinweis“ an der Eingangstür, welcher das Betreten des „frisch“ verlegten Estrichs verhindern soll. Baustellenbetrieb, herrscht aber nicht. Damit das ursprüngliche Ziel, die Inbetriebnahme der Kita durch die Awo doch noch in einem angemessenen Zeitrahmen ermöglicht werden kann, hat sich die Bauherrin zu dem jetzt laufenden Begutachtungsverfahren entschieden.

Nach Aussage des Gutachters Jens Altenberger wird unmittelbar nach Vorliegen verwertbarer Ergebnisse die Öffentlichkeit über den weiteren Ablauf informiert. Denn eines steht für alle Beteiligten im Fokus: Die schnellstmögliche Vollendung des Baus der Kita Im Brannten soll realisiert und damit das Betreuungsangebot in Meinerzhagen um eine wichtige Facette erweitert werden.

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