Vier neue Glocken für die Jesus-Christus-Kirche sind fertig

+
„Fest gemauert in der Erden steht die Form, aus Lehm gebrannt. Heute muss die Glocke werden...“. Schon Friedrich Schiller war fasziniert vom Glockenguss. Hier entsteht gerade eine der drei kleineren Meinerzhagener Glocken. 

Meinerzhagen - Es ist vollbracht. Alle vier neuen Glocken für die Meinerzhagener Jesus-Christus-Kirche sind fertig.

Beim zweiten Glockenguss-Termin, zu dem ebenfalls eine Abordnung aus der Volmestadt in die Glockengießerei Rincker nach Sinn in Hessen reiste, wurden die drei restlichen Glocken gegossen. Der handwerklich anspruchsvolle und feierliche Akt fand erneut in der Werkstatt des traditionsreichen Unternehmens statt. Dirk Müller war Organisator der Busreise, an der neben Pastor Klaus-Kemper Kohlhase und dem Presbyteriums-Vorsitzenden Friedrich-Wilhelm Schnöring etwa 50 Gemeindeglieder teilnahmen. 

Dem Anlass angemessen, sprach Pastor Kemper-Kohlase vor Ort zunächst ein Gebet: „Allmächtiger Gott, wir bitten dich für die Glockengießerei Rincker, für ihre Mitarbeiter, für alle Menschen, die diese Glocken geplant und Mittel dafür aufgebracht haben, dass du sie mit Freude an diesem Werk erfüllst. Sieh auf das Werk unserer Hände und segne dieses flüssige Metall, das für den Guss der Glocken bestimmt ist. Leite seine feurigen Ströme und schenke unseren Mühen Erfolg.“ „Großer Gott, wir loben dich...“ – in dieses Lied stimmten dann alle Anwesenden ein, inklusive der Mitarbeiter der Glockengießerei. 

Die bereits bei einem ersten Termin gegossene große Glocke wird künftig mit einem eingravierten Spruch versehen sein. Zu lesen ist dann der Beginn des Lobgesangs der Maria aus dem Lukasevangelium. Er lautet „Magnificat anima mea Dominum, et exsultavit spiritus meus in Deo salutari meo“. Das bedeutet übersetzt „Meine Seele erhebt den Herrn und mein Geist erfreut sich Gottes, meines Heilands“. 

Die vier neuen Glocken wurden nicht – wie die alten 1920 installierten Exemplare – nach dem Eisenhartguss-Verfahren hergestellt. Sie bestehen aus einer Kupfer-Zinn-Legierung und sollen deutlich länger halten als die alten Exemplare. Zum Ersten Advent, so der Wunsch, sollen sie installiert werden. Dazu sind noch Vorarbeiten – unter anderem am Glockenstuhl – nötig.

Die Volmestädter nutzten beim zweiten Guss-Termin die Gelegenheit, die bereits fertige große Glocken für ihre Kirche zu bestaunen. Und sie hörten sogar den ersten Glockenschlag, den ein Mitarbeiter der Firma Rincker mit einem Klöppel ausführte. Wie sich die vier Glocken im Zusammenspiel genau anhören werden, das wird der Glockensachverständige Claus Peter aus Hamm, gemeinsam mit der Gemeinde, festlegen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare