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Heizsystem für Schulen: Preisentwicklung bereitet Sorgen 

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Von: Frank Zacharias

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Coronavirus - Leeres Klassenzimmer in einer Schule
Mit einem neuen Heizsystem will die Stadt Meinerzhagen dafür sorgen, dass die Schüler auf der Wahr keine kalten Füße bekommen. (Symbolbild) © Arne Dedert/dpa

Architekt stellt künftiges Heizsystem für Schulen auf der Wahr vor. Die Preisentwicklung für die Maßnahme ist dabei besorgniserregend.

Meinerzhagen – Kalte Füße beim Lernen wollen weder Kinder noch Lehrer bekommen – und so wird auch die Grundschule Auf der Wahr im Zuge des Anbaus heiztechnisch aufgerüstet: Architekt Achim Hager stellte dem Bau- und Vergabeausschuss am Dienstag die neuen Pläne für ein getrenntes Heizsystem für Grund- und Phönixschule vor. Das hat Mehrkosten im Vergleich zur ursprünglichen Planung zur Folge, soll aber auch eine zuverlässige Beheizung aller Räume ermöglichen.

Denn: Derzeit versorgen zwei (Gas-)Heizkessel beide Komplexe mit Wärme, einer davon ist nun schon 28 Jahre alt. Verbunden sind die Schulen heiztechnisch durch eine unterirdische Leitung, die ebenfalls nicht den heutigen Standards entspricht, wie Hager erklärte. „Diese Leitung ist energetisch aber nicht isoliert“, sagte der Architekt, der die komplette Entkopplung beider Schulen vorschlug, um diesen potenziellen „Energiefresser“ außer Betrieb nehmen zu können und das Risiko eines Ausfalls durch den älteren Heizkessel zu minimieren.

Die bestehenden Grundschul-Räume sollen nun einen Anschluss für Gas und Wasser erhalten, um durch einen eigenen Brennwertkessel sowie – im Außenbereich – eine Luft-Wärmepumpe versorgt zu werden. Der neue Anbau der Schule soll eine Fußbodenheizung erhalten, die von einer weiteren Wärmepumpe gespeist werden soll. Die Phönixschule würde indes das bestehende Heizsystem behalten und im Fall eines defekten alten Heizkessels auch allein durch den neueren aus dem Jahr 2014 versorgt werden können.

Dass die 200 000 Euro, die für diese Maßnahme bereits im Haushalt 2023 eingeplant sind, tatsächlich ausreichen, scheint derzeit jedoch unwahrscheinlich, wie auch Achim Hager einräumte. Mit Blick auf die Preissprünge im Bausektor sagte er: „Was da im vergangenen und diesem Jahr abging, habe ich noch nicht erlebt.“

Fest eingeplant ist dafür aber die Inbetriebnahme zweier neuer Klassenräume nach den Sommerferien 2023, die ja dringend benötigt würden, wie der Architekt erklärte.

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