Großübung des Roten Kreuzes

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Nachdem die „Verletzten“ geborgen waren, mussten sie medizinisch versorgt werden. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Auf einem Parkplatz mitten im Ebbegebirge blinkten am Donnerstagabend Lichter, standen vier Einsatzwagen des DRK, sicherten Warndreiecke den Ort des Geschehens ab.

Kurze, knappe Befehle waren zu hören. Für 16 aktive Mitglieder der Rot-Kreuz-Gemeinschaft Meinerzhagen/Valbert kam der Einsatzbefehl zur internen Übung für den Fall eines „MANV“ völlig überraschend.

Unter MANV versteht man einen Massenanfall mit Verletzten. Er bezeichnet eine Situation, bei der eine große Zahl von Betroffenen versorgt werden muss, wie zum Beispiel bei Eisenbahnunglücken, Bombenattentaten, Lebensmittelvergiftungen oder Flugzeugabstürzen. Nachdem der Behandlungsplatz abgesichert wurde, sorgte ein Teil der Mitglieder für die Stromversorgung, während ein anderer Teil das aufblasbare Behandlungszelt aufbaute. In nur drei Minuten stand dies zum Einrichten bereit und wurde mit Lampen, Heizung und Behandlungsplätzen bestückt. Kyra Pawlowski, die erst seit einem Jahr aktives Mitglied ist, nahm zum ersten Mal an einer derartigen Übung teil. „Stellt die Liegen in die Mitte des Zeltes, damit der Notarzt von allen Seiten an die Verletzten heran kann“, hieß die Anweisung des Zugführer Volker Neumann. „Und behaltet im Fall eines echten Einsatzes die Ruhe.“ In nur 15 Minuten war der Behandlungsplatz komplett eingerichtet und für den fingierten Einsatz bereit. Das Team hatte gut zusammengearbeitet. Alles ging Hand in Hand. „Mit der mitgeführten Technik und dem Material könnten wir 25 Verletzte versorgen“, erklärte der die Übung leitende Gruppenführer Joachim Abel. Im zweiten Teil der Übung ging es um das sachgemäße Beladen beziehungsweise Entladen eines KTW. In ihm können bis zu zwei Verletzte transportiert werden. Wichtig war in diesem Teil der Übung der detailierte Ablauf dieser Vorgänge. „Vier Ecken, vier Männer, Kopf nach vorn beim Verbringen des Patienten in den KTW“, so lautete eine klare Anweisung. „Verriegeln und sichern“, eine Andere. „Bei einer Wirbelsäulenverletzung den Wipptisch aktivieren“, ging es weiter.

Die Mitglieder der Gruppe waren konzentriert dabei, übten mit Disziplin für den Fall der Fälle. Die Nacht brach über dem Abbau und dem Aufräumen herein, aber das störte niemanden. „Diese Übung ist gut gelaufen“, war dann auch das Fazit aller daran Beteiligten. „Wir haben hier ein breites Spektrum an Aufgaben erfüllen können.“

Das DRK Meinerzhagen/Valbert bietet diese Aufgabenvielfalt technisch begabten Menschen und Interessierten am Sanitäts- und Betreuungs- und Verpflegungsdienst an. ▪ mmf

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