Neugestaltung und Renaturierung

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Die neue Holzbrücke über den Ihnebach steht bereits. ▪

VALBERT ▪ Bei Aufnahme der Arbeiten zur Neugestaltung der Ihnewiese – nebst Renaturierung des Ihnebaches – Mitte Oktober gab es für die Firma Straßen- und Tiefbau aus Kirchhundem eine klare Zielvorgabe: Bis zum Jahresende soll das Gros erledigt sein. Das hat geklappt.

Obwohl vor einer Woche der Winter auch diesen Teil des Ebbedorfes noch fest im Griff und das gesamte Gelände mit erheblichen Schneemassen zugedeckt hatte, wurde das Ziel erreicht.

Nach dem Einbau eines Hamco-Profiles und dessen Abdeckung mit Füllmaterial und Erdreich im Bereich des Fußweges Piepenströtken, konnte in dieser Woche auch die kleine Holzbrücke aufgebaut werden. Die steht im Moment allerdings noch etwas „verloren“ auf der Ihnewiese herum, da die Oberfläche des Weges über das gesamte Gelände jetzt nicht mehr fertiggestellt wurde.

„Wir werden die wassergebundenen Oberfläche des Weges in einem Zug mit der endgültigen Herstellung des Fußweges über das Hamco-Profil vornehmen. Dieser Abschnitt wird allerdings einen Asphaltbelag erhalten, da die Anschlussbereiche ebenso hergestellt sind“, so Valko Gerber von der Stadt Meinerzhagen auf Nachfrage der MZ.

Unter einer wassergebundene Decke versteht man eine befestigte Deckschicht für Straßen und Wege, die aus einem gebrochenen Natursteinmaterial besteht. Dabei wird das Material ohne Bindemitteln zusammengehalten. Diese Art von Straßenbelag eignet sich grundsätzlich nur für Wege mit geringer Belastung. Wassergebundene Decken vermitteln einen naturnahen Eindruck. Sie sind für Fußgänger beziehungsweise Jogger gelenkschonender und in der Herstellung kosten sie nur etwa zwei Drittel so viel wie vergleichbare Asphaltflächen.

Da der Einbau des Asphaltbelages eine Temperatur von mindestens plus fünf Grad Celsius erfordert, werden die gesamten Restarbeiten erst im Frühling durchgeführt. „Wir stellen zur Absicherung des Böschungsbereiches noch Bauzäune auf. Dann wird der Weg wieder freigegeben“, so Valko Gerber. Für Fußgänger und Radfahrer ist dann wieder ein problemloses unterqueren der Landstraße möglich.

Rund 125 000 Euro wird am Ende der Kostenaufwand für die Maßnahme betragen. 80 Prozent davon wird das Land als Fördermittel an den städtischen Haushalt „erstatten“.

Wenn das formelle Verfahren des Bebauungsplanes im ersten Halbjahr 2013 abgeschlossen werden kann – hiervon geht man bei der Stadt aus – könnte auch mit den Arbeiten zur Anlegung des Parkplatzes mit „Rampe“ begonnen werden. Im Haushalt 2013 sind entsprechende Mittel vorgesehen. Geplant ist die Schaffung von insgesamt 38 Stellplätzen mit einer ansprechenden Begrünung. Mit einer Zuwegung von der Ihnestraße über eine Rampe wird diese Maßnahme einen Kostenrahmen von rund 175 000 Euro umfassen. Die Frage, welche Oberfläche die Parkboxen erhalten können und weitere Detailfragen sollen im Rahmen der Auftragsvergabe im zuständigen Ausschuss beraten und entschieden werden. ▪ jjh

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