„Seasons End“ auf Flugplatz

Großkontrolle bei Tuner-Treff im MK: ein Auto viel zu laut, viele Autos viel zu schnell

Das Bild zeigt zwei Polizeibeamte, die ein getuntes Auto angehalten haben. Man erkennt am Auto breite Reifen, Rennauspuff und eine tiefe Heckschürze.
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Seit die Polizei am Sandershäuser Berg in Niestetal verstärkt kontrolliert, ist es dort zu keinen nennenswerten Poser-Treffen gekommen.

Die Polizei hat im Umfeld des größten Tuner-Treffens in der Region eine Großkontrolle durchgeführt. Die meisten hielten sich an die Vorgaben, aber nicht alle. Viele waren zu schnell, einer war zu laut.

Wie die Polizei im Märkischen Kreis mitteilte, führten die Beamten des Verkehrsdienstes der Polizei am Wochenende eine Großkontrolle im Umfeld der Tuning-Veranstaltung „Seasons End“ auf dem Flugplatz Meinerzhagen durch. Kontrolliert wurde an den Anfahrtswegen und dabei machten die Polizisten umfangreiche Feststellungen.

Laut Polizei kamen insgesamt drei Geschwindigkeitsmessanlagen zum Einsatz. Zudem wurden im unmittelbaren Bereich der Veranstaltung gezielte technische Kontrollen durchgeführt. Hierbei ging es primär darum, illegales Tuning zu entdecken und zu sanktionieren. Auch dabei wurde die Polizei fündig.

3747 Fahrzeuge passierten die Messstellen im Bereich Kierspe und im näheren Bereich der Veranstaltung. Zu schnell waren 498 Verkehrsteilnehmer. Bei 54 Fahrzeugen waren die Übertretungen so hoch, dass sie jeweils mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige geahndet werden müssen (mehr als 20 km/h Geschwindigkeitsüberschreitung). Höchster Messwert waren 105 km/h bei zugelassenen 60 km/h auf der L528, Heerstraße in Kierspe, durch einen Pkw mit MK-Kennung.

Im Bereich der Kontrollstellen wurden elf Verstöße auf Grund technischer Mängel festgestellt, die laut Polizeibericht zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führten. So waren unzulässige Anbauteile und überdimensionierte Rad-/Reifen-kombinationen montiert.

Bei zwei getunten Fahrzeugen wurde die Abgasanlagen illegal verändert, heißt es weiter. Hier hatten die Fahrer die Schalldämpfungseinrichtungen entfernt. So war bei dem lauteren der beiden Fahrzeuge der zugelassene Schallpegelwert von 92 db unzulässig auf 115 db erhöht worden, was einen ohrenbetäubenden Lärm verursachte. Die Weiterfahrt wurde bis zur Beseitigung des Umstands untersagt. In der Folge führte dies zur Einleitung von Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen die Fahrer beziehungsweise den Halter. Vor einigen Tagen gab es schon einmal eine Kontrolle, dabei wurden folierte PS-Boliden stillgelegt.

Nicht illegal getunt, aber trotzdem nicht regelkonform war das Zugfahrzeug mitsamt Anhänger eines schweizerischen Forstunternehmens. Der polnische Fahrer verfügte nicht über die erforderliche Fahrerlaubnis zum Führen der Beförderungseinheit. Vor Ort entrichtete er 500 Euro Leistung zur Sicherung des Strafverfahrens. Das Verfahren gegen den Fahrzeughalter wird gesondert geführt, da erschwerend hinzukam, dass der Anhänger aufgrund technischer Mängel über keine Bremsvorrichtung mehr verfügte. Zum Kontrollzeitpunkt befand sich ein Maschinenteil auf der Ladefläche des Anhängers.

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