Großes Eltern-Interesse an einer Sekundarschule

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Stellten die Ergebnisse vor: Beigeordneter Maatz, Daniela Pauli-Marachi und Heinz-Gerd Maikranz (v.r.). ▪

MEINERZHAGEN ▪ In Meinerzhagen könnte mit Beginn des Schuljahrs 2013/14 im August nächsten Jahres die erste Sekundarschule im Märkischen Kreis an den Start gehen.

Die von der Stadt Meinerzhagen durchgeführte Elternbefragung hat ein starkes Interesse an dieser neuen Schulform ergeben, die längeres gemeinsames Lernen ermöglicht. Im Rathaus wurden am Freitag im Rahmen eines Pressegesprächs die Ergebnisse der Befragung vorgestellt. Dazu gab es Informationen über die weiteren Schritte auf dem Weg zur neuen Schulform, die neben dem Gymnasium zur tragenden Säule eines zukünftig zweigliedrigen Schulsystems in der Stadt Meinerzhagen werden soll.

Der Erste Beigeordnete der Stadt Meinerzhagen, Frank Maatz, sieht in dem Ergebnis der Bedürfnis-Prüfung den „klaren Auftrag, die Einführung der Sekundarschule in Meinerzhagen jetzt konkret auf den Weg zu bringen.“

636 Fragebögen waren Ende März, noch vor den Osterferien, an die Eltern der Kinder verteilt worden, die zurzeit die Jahrgangsstufen 1 bis 3 der vier städtischen Grundschulen besuchen. Der Rücklauf war „erfreulich hoch“, so Fachbereichsleiter Heinz- Gerd Maikranz. Das lag mit rund 75 Prozent deutlich über dem Ergebnis, das bei ähnlichen Befragungen in anderen Kommunen erreicht worden sei. Somit ergebe sich durch die Auswertung auch ein absolut repräsentatives Ergebnis.

Daniela Pauli-Marachi vom Fachbereich Schule, Kultur und Sport hat die Elternbefragung begleitet und informierte über die in den Osterferien erfolgte Auswertung.

Entscheidend für das Meinungsbild ist das Ergebnis dieser Frage:

• Falls es zum Schuljahr 2013/14 eine Sekundarschule in Meinerzhagen gäbe, würden Sie ihr Kind dort anmelden? Aus dem für das nächste Anmeldeverfahren im Februar 2013 maßgeblichen Kreis der Eltern von Kindern der jetzigen Jahrgangsstufe 3 antworten 36 mit „ganz bestimmt“, 66 mit „eher ja“, 49 mit „eher nein“ und zwölf mit „bestimmt nicht“. Bezogen auf alle Eltern der Jahrgänge 1 bis 3 sieht das Ergebnis so aus: 94 Eltern antworten mit „ganz bestimmt“, 190 mit „eher ja“, 146 mit „eher nein“ und nur 46 mit „bestimmt nicht“.

Um eine Sekundarschule einrichten zu können, müssen im ersten Anmeldeverfahren für die Eingangsklasse 5 für das Stadtgebiet von Meinerzhagen mindestens 75 Anmeldungen zusammenkommen. Das scheint nach jetzigem Stand der Dinge in Meinerzhagen auf jeden Fall erreichbar zu sein.

Am Donnerstag dieser Woche haben Vertreter der Stadt beim Schuldezernat der Bezirksregierung in Arnsberg über dieses Ergebnis berichtet. Es wurde im Rahmen dieser „Schulträger-Beratung“ seitens der obersten Schulaufsicht attestiert, „dass wir zeitlich und sachlich auf gutem Weg sind“, wie es Heinz-Gerd Maikranz zusammenfasste. Fakt ist übrigens per Entscheidung der Bezirksregierung schon jetzt, dass die Hauptschule Meinerzhagen auf Grund der zum nächsten Schuljahr 2012/13 deutlich verfehlten Mindestzahl an Anmeldungen „auslaufen“ muss. Selbst wenn es in Meinerzhagen nicht zur Gründung einer Sekundarschule kommen würde, ist das Aus für diese Schulform damit besiegelt.

Die nächsten Verfahrensschritte sehen jetzt so aus: Der Schulausschuss wird am 24. Mai beraten und soll einen Grundsatzbeschluss fassen. Nach den Sommerferien werden diesem Gremium auch schon Schul-Konzept, Raumplanung und weitere Details vorgestellt werden können.

In der Zwischenzeit werden sich auch die Schulkonferenzen an den betroffenen Schulen mit dem Thema zu befassen haben. Der Rat der Stadt Meinerzhagen soll dann am 13. Dezember formell entscheiden, ob bei der Bezirksregierung Arnsberg ein Antrag auf Errichtung einer Sekundarschule gestellt wird. Kommen im Anmeldeverfahren im Februar 2013 mindestens 75 verbindliche Anmeldungen zusammen, wird die Sekundarschule im August 2013 am Rothenstein an den Start gehen. ▪ fe

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