Einsatzabzeichen für Meinerzhagener Helfer

Großer Dank an Flüchtlingshelfer des DRK

+
Die Einsatzabzeichen „Flüchtlingsnothilfe“ wurden an zahlreiche Helfer übergeben, die sich um die Aufnahme und Versorgung der Menschen kümmerten, die im heimischen Raum Schutz suchen.

MEINERZHAGEN - „Das ist an keinem spurlos vorbeigegangen“, sagt Axel Schikowski. „Selbst möchte man nie in eine solche Situation kommen.“ Gemeinsam mit seinen Kollegen vom heimischen DRK-Ortsverein absolvierte er vor allem im September und Oktober 2015 verschiedene Einsätze im Rahmen der Flüchtlingsnothilfe. Am Samstag erhielten alle Ehrenamtlichen dafür ein besonderes Dankeschön.

Das Präsidium des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe stiftete für alle Einsatzkräfte das Einsatzabzeichen „Flüchtlingsnothilfe“ und sprach damit einen „herzlichen Dank und Anerkennung für dieses außerordentliche Engagement“ aus, wie es auf der zugehörigen Urkunde heißt.

Udo Maahs, Rotkreuzleiter des Ortsvereins Meinerzhagen, war diesmal in seiner Funktion als Kreisrotkreuzleiter im DRK-Heim am Hohschlader Weg, um den ehrenamtlichen Helfern das Abzeichen zu überreichen. „Als es richtig losging, wurde das Personal knapp“, erinnerte Maahs an die erste Einsätze, die für die etwa 150 hauptamtlichen Kräfte des DRK-Landesverbandes nicht mehr zu stemmen waren. Etwa 1800 Ehrenamtliche halfen zusätzlich in den Erstaufnahmeeinrichtungen, um die ankommenden Flüchtlinge zu begrüßen, mit Essen und Kleidung zu versorgen. „Heute sieht die Situation anders aus“, weiß Udo Maahs, „momentan sind 1303 hauptamtliche und 178 ehrenamtliche Helfer im Einsatz.“ 64 Erstaufnahmeeinrichtungen betreut das DRK Westfalen-Lippe, von den 18 536 Plätzen sind 8532 belegt.

"Ohne humane Arbeitgeber ginge es nicht"

Kreisrotkreuzleiter Udo Maahs überreichte den ehrenamtlichen Helfern die Abzeichen.

Am 15. September 2015 startete die erste Einsatzeinheit um 6 Uhr morgens nach Dortmund, um dort die in Sonderzügen ankommenden Flüchtlinge zu betreuen. „Die Alarmierung dafür kam morgens um 3 Uhr“, erinnert sich Axel Schikowski. Glücklicherweise hätten viele Arbeitgeber ein Auge zugedrückt und ihre Angestellten so kurzfristig für die Einsätze freigestellt. „Ohne humane Arbeitgeber ginge es nicht.“ Denn in der Folgezeit betreuten die Meinerzhagener DRK-Kräfte 14 Tage lang die Flüchtlinge in der Halveraner Schule an der Susannenhöhe, unterstützten Malteser und den Märkischen Kreis bei Registrierung und Untersuchung der in Lüdenscheid am Raithelplatz ankommenden Flüchtlinge. „Man bekommt da Schicksale mit, die einen berühren“, sagt Schikowski, „kleine Kinder, die teilweise schon krank ankommen, die ins Krankenhaus müssen, teilweise dramatische Szenen.“ Dennoch würde er immer wieder helfen. „Dafür sind wir ja da.“

Das Einsatzabzeichen „Flüchtlingsnothilfe“ erhielten: Joachim Abel, Cederick Berges, Andreas Brandt, Holger Busch, Lukas Friedrich, Johann Hofmann, Patrick Koerschulte, Beate Maahs, Christine Maahs, Katharina Maahs, Udo Maahs, Volker Neumann, Kyra Pawlowski, Kevin Raffenberg, Markus Schemann, Marvin Schiffbahn, Axel Schikowski, Jürgen Schikowski, Andreas Schmelzer, Verena Schmelzer, Sarah Schmelzer, Christian Schmidt, Elke Schmidt, Erika Seuthe, Anna Lena Stock, Christa Wagner.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare