Mozarts „Requiem“ von Chor und Orchester

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Michael Otto (rechts) und Thomas Grote besichtigten am Mittwoch die „Spielstätte“ Stadthalle.

Meinerzhagen - 90 Sängerinnen und Sänger und ein 30-köpfiges Sinfonieorchester – am 13. März erwartet die musikbegeisterten Volmestädter ein Konzert in der Stadthalle, das es so „oben an der Volme“ noch nie gegeben hat.

An diesem Sonntag wird ab 19 Uhr Mozarts Requiem aufgeführt. Seit dem Sommer des vergangenen Jahres proben dafür der Große Chor des Evangelischen Gymnasiums und das Märkische Sinfonieorchester unter Leitung von Thomas Grote. Initiator dieses anspruchsvollen Projektes ist neben Grote auch Michael Otto, ausgebildeter Kirchenmusiker und Lehrer an der heimischen Schule. Er ist am Bamberg seit sieben Jahren Mitglied des Kollegiums.

Im Gespräch mit der MZ blickt er zurück: „Lange Jahre hatte ich ein solches Vorhaben schon im Kopf, erst jetzt traue ich mich, es gemeinsam mit unseren Schülern umzusetzen. Dafür braucht man eine Menge Zutrauen.“

Das Requiem – Mozarts Totenmesse – entstand im Jahr 1791, es ist die letzte Komposition des genialen Musikers. „Und an uns stellt es natürlich ganz besondere Ansprüche“, erläutert Otto. Das bezieht sich auch auf die Sprache, in der das Requiem aufgeführt wird: Latein. „Es ist spannend, mit Schülern ein solches Werk aufzuführen, und ich gestehe, dass ich auch ein wenig nervös bin. Für die meisten Schüler ist das eine ganz unbekannte musikalische Sprache. Und vielen war Latein auch völlig unbekannt. Doch das hat sich inzwischen geändert, die anfängliche Skepsis hat sich gelegt. Inzwischen höre ich schon, dass Chormitglieder die Melodien auf den Fluren pfeifen“, freut sich der Pädagoge vom Gymnasium über die Begeisterung, mit der die 12- bis 19-jährigen Chormitglieder bei der Sache sind.

Dass mit dem Märkischen Jugendsinfonieorchester ein so hochkarätiger „Mitstreiter“ gefunden werden konnte, begeistert Otto zusätzlich: „Die Altersstruktur der Musiker passt genau zu der von unseren Chormitgliedern. Und das MJO ist ein wirklich professioneller Partner.“

Einen Tag vor dem Auftritt in Meinerzhagen wird das Werk bereits ab 17 Uhr im Letmather Kiliansdom aufgeführt. Mit Erläuterungen durch das Programm führen wird jeweils Stefan Quandel, ein Orchestermitglied. Themen wie alte Todes- und Jenseitsvorstellungen spielen dabei eine Rolle – auch das ungewohntes „Terrain“ für die mitwirkenden Jugendlichen.

In der kommenden Woche startet der Kartenvorverkauf. Ein Ticket wird 9 Euro kosten, Schüler zahlen 4 Euro.

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