Junge Talente glänzen bei „Vocal Pop Show“

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Musiklehrer Michael Otto hatte die Federführung. Seine Schützlinge begeisterten. ▪

MEINERZHAGEN ▪ „Das ist ein ganz neues Format, etwas, das der Bamberg so noch nicht gesehen hat.“ Gemeint war damit die „Vocal Pop Show“.

Der stellvertretende Schulleiter Eckhard Kessler versprach nicht zuviel, als er die Besucher am Mittwochabend in der voll besetzten Aula des Gymnasiums begrüßte. Der Abend war als „Vocal Pop Show“ überschrieben. Und was diese Show zu bieten hatte, löste zwischendurch immer wieder Jubel und stürmischen Beifall aus. Zuletzt gab es sogar stehende Ovationen und Zugaberufe, so dass die Akteure zwei Stücke noch einmal aufführten.

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Ovationen und Zugaberufe in der Aula des Evangelischen Gymnasiums

Unter der Regie von Musiklehrer Michael Otto brachte der große Chor des Gymnasiums Perlen der Popmusik von Abba, Queen oder Coldplay zu Gehör. Viele der beteiligten Schüler verliehen dem Abend als Gesangs- und Instrumentalsolisten zusätzlichen Glanz. So mancher Song versetzte die etwas älteren Semestern im Publikum in ihre Jugendzeit. Mit Abbas Disco-Klassiker „Dancing Queen“ entführte der große Chor, begleitet von Lotta Reiffert am Klavier, die Zuhörer in die 70er Jahre.

Vor dem inneren Auge wich die glitzernde Discokugel alsbald einem leuchtenden Regenbogen. „Somewhere over the Rainbow“ war eine gesungene Einladung zum Träumen. Die Melodie von „Freude schöner Götterfunken“ trugen Chor und Solistin Lea Fett mit einem englischen Text vor – eine Darbietung, die begeisterten Applaus auslöste.

Dann gab das Trio „Dreiklang“ seine Premiere vor großem Publikum. „Spitzen Sie die Ohren – es lohnt sich!“, riet Michael Otto bei der Anmoderation des Trios. Ein guter Rat, wie sich bald zeigte. Die glasklaren Stimmen der Schwestern Jelena, Joana und Janice Herder, die tatsächlich einen perfekten Dreiklang bildeten, lösten wahre Begeisterungsstürme aus. Jelena Herder griff gefühlvoll in die Tasten des Klaviers. Beinahe wirkten die drei wie „alte Hasen“ im Showgeschäft, bezogen sie ihr Publikum doch gekonnt mit ein, moderierten ihre Songs in lockerem Plauderton an, und erzählten, was sie an der Musik fasziniert.

Die Schwestern, die alle aktuelle oder ehemalige Schülerinnen des Gymnasiums sind, bestritten einen großen Teil des Programms und sangen gefühlvolle Balladen wie „Fix you“ von Coldplay oder Andreas Bouranis „Wunder“. Die drei hatten auch ein eigenes Stück im Gepäck, das von der Suche nach dem richtigen Weg im Leben handelte. „Das ist Musik, die nicht durchs Gehirn, sondern direkt ins Herz geht“, kommentierte Michael Otto den Dreiklang-Auftritt.

Zuletzt enterten noch einmal die rund 75 Sängerinnen und Sänger des großen Chors die Bühne und brachten neben afrikanischen Klängen und einem deutschen Segenslied auch „Viva la vida“ von Coldplay und den Kultsong „Bohemian Rhapsody“ von Queen zu Gehör.

Ganz gegen seine ursprüngliche Absicht, zog es den stellvertretenden Schulleiter noch einmal auf die Bühne. „Ich bin begeistert und gerührt“, gestand Eckhard Kessler. Er wolle daher allen Akteuren noch einmal für ihren Einsatz danken, vor allem aber Musiklehrer Michael Otto, unter dessen Federführung die „Vocal Pop Show“ einstudiert wurde. Nach dem Konzert hatten die Besucher Gelegenheit, am Ausgang zu spenden. Das Geld wird im kulturellen Bereich, etwa für die Instandhaltung von Licht- und Tonanlage der Schulbühne eingesetzt. ▪ ps

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