Rund 50 freiwillige Helfer bekämpfen die Wasserpest

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Neben Ortsvorsteher Fred Oehm und rund 50 weiteren Freiwilligen beteiligte sich am Samstag auch Pastor Ludwig Opahle am Arbeitseinsatz zur Bekämpfung der lästigen Plage.

HUNSWINKEL -  Am Samstag herrschte reger Betrieb an den Badeufern in Heiligenberg und in Windebruch. Und auch wenn der ein oder andere wegen der so gar nicht winterlichen Temperaturen schon zum Schwimmen ins Wasser hätte gehen können, ging es doch um etwas anderes: Um einen Störfaktor, der alljährlich die Vorfreude auf die Badesaison trübt – die Wasserpest.

Von Jochen Helmecke

Fein verästelte Pflanzen mit dem botanischen Namen „Elodea canadensis“, welche an den Uferbereichen so dicht sind, dass ein ungefährlicher Badebetrieb nicht möglich ist, sorgen für Ärger. Und dieser beschäftigt nicht nur den Betreiber der Listertalsperre, den Ruhrverband. Auch für Ortsvorsteher Fred Oehm, der auf eine unliebsame und langjährige Erfahrung mit den Pflanzen zurückblicken kann, ist verärgert und gleichzeitig besorgt.

„Nicht nur, dass die Wucherungen der Pflanzen den Badespaß der Gäste trüben, sie können auch gefährlich werden, wenn sich jemand in ihnen verfängt“, so Fred Oehm vor Ort.

Damit das in diesem Jahr so weit wie möglich ausgeschlossen ist, packten am Samstag zahlreiche Freiwillige mit vereinten Kräften an. Zuvor hatte der Ruhrverband im Laufe der Woche den Wasserspiegel um gut vier Meter abgesenkt. Die auf dem flachen Ufergrund freiliegende Wasserpest war nun schutzlos dem Frost ausgeliefert, der so die Wurzeln abtöten kann. Zudem sicherte das trockengelegte Ufer den „Schädlingsvernichtern“ einen sicheren Stand.

Rund zehn Meter breit sollte nach der fachmännischen Einschätzung von Ralf Stötzel, Betriebsleiter beim Ruhrverband, der Uferbereich von der Wasserpest befreit werden um hinsichtlich des Nachwachsens der Pflanzen auf der sicheren Seite zu sein.

So waren die Helfer aufgefordert mit Hacken und Harken in diesem Sinne ganze Arbeit zu leisten. Etwa 50 hatten sich ab neun Uhr morgens eingefunden. In den folgenden Stunden bis zum Mittag trugen sie wahre Berge der Wasserpest zusammen.

Für den Abtransport setzte der städtische Bauhof Meinerzhagen ein Fahrzeug mit Greifarm ein.

Bereits am Donnerstag waren am Bootssteg in Windebruch freiwillige Helfer in einer gemeinsamen Aktion der Wasserpest zu Leibe gerückt. Am Samstag setzten sie mit ihrem Organisator, Willi Niggemann, die Arbeiten fort. Schon nach gut einer halben Stunde konnte um 9.30 Uhr der erste voll gepackte Anhänger seine Ladung zur Abholung durch den Bauhof abkippen.

Nebeneffekt der Aktion war, dass auch der „normale“ Müll entfernt werden konnte.

In dieser Woche will der Ruhrverband übrigens wieder mit dem Anstau der Talsperre beginnen.

Dann dürfte auch für die im Moment noch einzigen Badegäste, die Wasservögel, wieder Ruhe einkehren. Zumindest bis zum Start der neuen Badesaison, die durch den gemeinsamen Kraftakt doch ungetrübter sein dürfte, wenn denn das Badewetter 2014 wie erhofft mitspielt.

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