Mehr als 200 Rettungskräfte aus Meinerzhagen und der Region über Stunden im Einsatz

Firmenkomplex in Meinerzhagener Industriegebiet brennt aus

[Update, 13.10 Uhr] Meinerzhagen - Mehr als 200 Rettungskräfte aus Meinerzhagen und der Region waren in der Nacht zu Freitag über Stunden im Großeinsatz: Im Industriegebiet Am Rottland stand aus bisher ungeklärter Ursache ein Firmenkomplex in Flammen, in dem insgesamt drei Betriebe, unter anderem ein Transportunternehmen, untergebracht waren. Dass die Gebäude vollständig niederbrannten, konnte nicht verhindert werden.

Sirenenalarm wurde am Donnerstag um 23.50 Uhr für die Löschzüge III (Willertshagen/Lengelscheid) und I (Meinerzhagen) ausgelöst. Gemeldet wurde ein Vollbrand Am Rottland. Bereits während der Anfahrt war laut Informationen der Feuerwehr die Ausdehnung der Flammen zu erkennen, so dass der Löschzug II (Valbert) und der Zug IV (Haustadt) alarmiert wurden. 

Für die Freiwillige Feuerwehr Meinerzhagen wurde Stadtalarm ausgelöst. Weitere Einsatzkräfte wurden von benachbarten Wehren angefordert: Aus Attendorn rückte eine zweite Drehleiter sowie das Tanklöschfahrzeug 4000 aus, aus Kierspe der Löschzug eins, der Löschzug zwei bezog im Gerätehaus Willertshagen Position, ebenso der Messzug des Märkischen Kreises, der in der Umgebung Schadstoffmessungen durchführte. Ebenfalls alarmiert wurde der Einsatzleitwagen 2 des Kreises, von der Feuerwehr Halver wurde ein Gelenkmast angefordert, die Feuerwehr aus dem Oberbergischen Kreis rückte mit ihrem Atemschutzgerätewagen, beladen mit 50 zusätzlichen Geräten, an. Weitere Atemschutzgeräte lieferte das Feuerwehr Service Center Iserlohn. Vor Ort waren die drei Kreisbrandmeister, Polizei, Rettungsdienst und Rotes Kreuz sowie Vertreter der Unteren Wasserbehörde. Die Leitung des Einsatzes hatte der Meinerzhagener Stadtbrandinspektor Christian Bösinghaus.

Großbrand in Meinerzhagen im Industriegebiet Am Rottland

Das Großaufgebot hatte vor allem einen Grund: „Wir brauchten Man-Power“, beschrieb Stadtbrandinspektor Thomas Decker am Freitag die Einsatzlage. Atemschutzgeräteträger seien besonders gefordert gewesen. „Wir wussten nicht genau, was in in der Halle gelagert wurde, der gesamte Löschangriff musste daher unter Atemschutz vorgenommen werden“, erläuterte der Feuerwehrchef. Insgesamt 33 Trupps seien unter Atemschutz im Einsatz gewesen.

Die Lagerhalle einer Firma brannte komplett aus, in Brand geriet auch der Dachstuhl des Bürogebäudes, zu retten war er trotz aller Bemühungen nicht mehr. „Wir sind froh, dass es uns gelungen ist, die umliegenden Firmen zu schützen“, so Decker. Gekühlt werden musste auch ein Flüssiggastank, dieser drohte zu explodieren. Zum Glück habe sich die Wetterlage in der Nacht etwas abgekühlt, wies der Wehrleiter auch auf die körperliche Belastung der Helfer hin. Zwei Feuerwehrleute wurden während des Einsatzes leicht verletzt.

Die Löscharbeiten dauerten am Freitag  bis in die Morgenstunden, bis zum Vormittag waren Feuerwehrkräfte vor Ort. Am frühen Morgen konnte der Brandort nach Angaben der Polizei noch nicht betreten werden. Genaue Angaben zur Sachschadenshöhe seien derzeit noch nicht möglich.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung musste die angrenzende Autobahn in der Einsatznacht für etwa vier Stunden komplett gesperrt werden. Die Polizei regelte den Verkehr und führte zur Unterstützung der Feuerwehr Lautsprecherdurchsagen im Bereich Willertshagen durch.

Schaulustige, die ihre Fahrzeuge am Fahrbahnrand der Autobahn abgestellt hatten, mussten weggeschickt werden. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an, so die Polizei.

Rubriklistenbild: © Benninghaus

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