Update 11.30 Uhr

Großaufgebot an Talsperre: Frau tot geborgen

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[UPDATE 11.30 Uhr] MEINERZHAGEN/LISTERTALSPERRE - Eine vermisste Frau löste in der Nacht zu Freitag einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und DLRG an der Listertalsperre aus.

Um 22.39 Uhr wurde die Polizei in Olpe alarmiert, weil Zeugen „verdächtige Geräusche“ im Bereich der Listertalsperre an die Attendorner Wache gemeldet hatten. Die Polizei rückte aus – die Attendornerin wurde schließlich um 1.53 Uhr tot aus dem Wasser gezogen. Vorausgegangen war eine der größten Rettungsaktionen, die es im heimischen Raum jemals gegeben hat, die aber leider keinen Erfolg brachte.

Weil das Einsatzgebiet im Bereich der Lister-Sperrmauer auf Attendorner Stadtgebiet liegt, fuhren zunächst Polizeistreifen aus der Hansestadt zu der heimischen Talsperre, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen. Wie der Pressesprecher der Olper Kreispolizeibehörde, Stephan Ommer, gestern auf MZ-Anfrage mitteilte, waren schließlich sechs Streifenwagen vor Ort. Auf dem Parkplatz an der Sperrmauer fanden die Beamten einen dort geparkten Wagen. Die Halterfeststellung ergab: Er gehört einer 41 Jahre alten Attendornerin. Weitere Recherchen führten zu der Gewissheit, das die Frau als selbstmordgefährdet einzustufen war.

Personensuche auf der Lister - Frau tot geborgen

Dieser Verdacht löste umfangreiche Alarmierungen aus. Unter anderem wurde von der Einsatzleitung der Attendorner Feuerwehr auch die Löschgruppe Haustadt angefordert. Der stellvertretende Löschzugführer Frank Gelhausen rückte mit drei Kameraden aus, auch das dort stationierte Aluminiumboot mit Außenborder wurde mitgenommen. Es kam bei der Suche nach der Vermissten im Uferbereich zum Einsatz. Insgesamt waren schließlich 57 Kräfte der Feuerwehren aus Listerscheid, Neu-Listernohl, Attendorn und Haustadt an der Suche beteiligt.

Sie wurden unterstützt durch 19 DLRG-Helfer aus Lennestadt, Kirchhundem, Attendorn und Drolshagen und zahlreiche Polizeibeamte. Neun Feuerwehrautos waren im Einsatz, ebenso wie fünf Boote, teilweise ausgestattet mit Sonar und Wärmebildkameras. Ein schwimmender motorisierter Ponton des Ruhrverbandes, der in der Nähe der Staumauer festgemacht war, wurde ebenfalls in die Suche einbezogen. Ein Polizeihubschrauber war zudem aus Dortmund angefordert worden, auch er hatte eine Wärmebildkamera an Bord, mit der die Umgebung abgesucht wurde.

Trotz des großen Aufwandes konnte die Frau allerdings nur tot geborgen werden. „Die Aktion glich der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen“, erläuterte Christian Schnatz, Pressesprecher der Attendorner Feuerwehr. „Die Uferbereiche sind hier dicht bewaldet, so dass wir fast nur vom Wasser aus operieren konnten. Wir hatten alles an Lichttechnik dabei, was wir nur zur Verfügung stellen konnten. Taucher des DLRG fanden die Frau schließlich im Wasser – sie war tot.“ Selbst Bootsbesatzungen hätten keine Chance gehabt, die Vermisste zu entdecken, hieß es.

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