Veranstaltung am 11. September

Nach langer Corona-Pause: Kultur kehrt zurück in die Stadthalle

+
Ein Mund-/Nasenschutz ist nicht nur beim Besuch des Wochenmarktes auf dem Otto-Fuchs-Platz Pflicht, auch bei Veranstaltungen in der Stadthalle muss er bis zum Sitzplatz angelegt werden.

Meinerzhagen – Wenn Kabarettist Jürgen Becker am 11. September ab 20 Uhr in der Stadthalle gastiert, dann ist Lachen erlaubt. Trotz Corona. Endlich finden wieder Kulturveranstaltungen in Meinerzhagens „guter Stube“ statt. Also alles wieder normal? Nein!

Nur 220 Besucher dürfen das Gastspiel von Jürgen Becker in der Volmestadt live verfolgen. Normalerweise würde die Stadthalle Platz für viele Hundert Personen mehr bieten. Doch die Abstandsregeln, die zum Infektionsschutz erlassen wurden, machen das unmöglich. Trotzdem ist der Vorsitzende des gastgebenden KuK-Vereines Karl-Heinz Kraus froh, die Türen der Stadthalle am 11. September für die Öffentlichkeit überhaupt wieder aufsperren zu können. 

Bis diese Erlaubnis auch vom heimischen Ordnungsamt erteilt wurde, war allerdings einige Vorarbeit zu leisten. Ein für die Stadthalle maßgeschneidertes Hygienekonzept musste her. Eineinhalb Din-A-4-Seiten umfasst dieses Papier, auf dem geregelt ist, unter welchen Rahmenbedingungen eine Veranstaltung in der Stadthalle ausgerichtet werden darf. Zunächst einmal wird die Anzahl der Sitzplätze verringert. Neben einem Besucher bleiben immer zwei Plätze frei. So soll ein Sicherheitsabstand von mindestens 1,50 Metern gewährleistet werden. Am Eingang angebrachte Info-Grafiken weisen jeden Besucher auf die Hygiene- und Abstandsregeln hin. Flüssigseife und Einmal-Papierhandtücher in den Toiletten sind darüber hinaus ebenso selbstverständlich wie die in kurzen Intervallen vorgesehenen Desinfektionsmaßnahmen. Die sollen nicht nur in den Toiletten, sondern auch in den Garderobenräumen und an den Sitzen im Zuschauerbereich erfolgen. Kontaktflächen wie Türklinken werden ebenfalls berücksichtigt. Eine weitere Sicherheitsmaßnahme: Auf eine Garderobe wird komplett verzichtet.

Bereits beim Betreten der Stadthalle werden alle Gäste feststellen, dass von Normalität noch keine Rede sein kann. Denn: Direkt am Eingang werden die Besucher durch einen Mitarbeiter von KuK darauf hingewiesen, dass der Zutritt nur nach Handdesinfektion und mit einer entsprechenden Mund-/Nasenbedeckung gestattet ist. Die darf erst am Sitzplatz wieder abgenommen werden. Falls jemand seine „Abdeckung“ vergessen hat, besteht laut KuK die Möglichkeit, über den Veranstalter eine entsprechende Maske zu kaufen. Eine Selbstverständlichkeit: Es sind nur Besucher zugelassen, die keine Krankheitssymptome, die typisch für Covid 19 sind, aufweisen. 

Direkte Kontakte zwischen den Menschen in der Halle soll vermieden werden. Folgende Maßnahmen sind zu beachten:

Kontaktlose Kontrolle

Im Foyer werden die Eintrittskarten kontaktlos kontrolliert und die Besucher für eine eventuell notwendige Rückverfolgung in Listen mit Namen, Adresse und Telefonnummer erfasst. Auf das Einverständnis zur Datenerhebung wird hingewiesen. 

Gekennzeichnete Plätze

Um größere Menschenansammlungen zu vermeiden, werden die Besucher direkt in den Veranstaltungssaal weitergeleitet. Dort werden sie gebeten, immer die gekennzeichneten Plätze in der jeweiligen Reihe von der Mitte aus zu besetzen, damit nahe Begegnungen möglichst vermieden werden. Mitarbeiter von KuK sind im Saal für die Einweisung anwesend.

Genügend Abstand zur Bühne

Zwischen Bühne und Publikum müssen mindestens drei Meter Abstand liegen; zwischen Darstellenden und Publikum sollten dadurch vier Meter Mindestabstand gesichert werden.

Belüftung

Für eine entsprechende Belüftung wird seitens der Stadthalle gesorgt.

Mund-/Nasenbedeckung

In der Pause ist beim Verlassen des Sitzplatzes die Mund/Nasenbedeckung wieder anzulegen.

Kontaktflächen-Reinigung

Auf den Toiletten sind die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten und das Tragen der Mund-Nase-Bedeckung ist vorgeschrieben. In den Sanitärräumen werden sämtliche Kontaktflächen in kurzen Intervallen gereinigt.

Trinken nur am Sitzplatz

Getränke können nur am Sitzplatz eingenommen werden, da im Foyer der vorgeschriebene Mindestabstand von 1,5 Meter beim Verzehr nicht immer gewährleistet werden kann. 

Keine Gruppenbildung

Nach der Veranstaltung werden die Zuschauer gebeten, den Saal mit Nasen-/Mundbedeckung und in einem gebührenden Abstand zu verlassen und auf Unterhaltungen und Gruppenbildung im Foyer und Flur zu verzichten.

Wenn dann der letzte Vorhang gefallen und die Vorstellung beendet ist, hört für die Organisatoren die Arbeit allerdings noch längst nicht auf. Denn zu guter Letzt sind noch diese Dinge zu erledigen: Abschlussreinigung und Desinfizierung der Toilettenanlagen, der Garderobenräume für die Künstler, sämtlicher Kontaktflächen wie Türklinken, der Bestuhlung samt Armlehnen sowie der Sitze auf der Empore.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare