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Sprüher am Schulplatz

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Stolz präsentieren die Jugendlichen die selbst gesprühte „London Skyline“ im Jugendzentrum.
Stolz präsentieren die Jugendlichen die selbst gesprühte „London Skyline“ im Jugendzentrum. © Gräfe

Meinerzhagen - Die Innenräume des Meinerzhagener Jugendtreffs sind bunter geworden. Verantwortlich dafür sind insgesamt zehn Jugendliche, die am Graffiti-Workshop teilgenommen haben.

Dazu war der „freischaffende Graffitikünstler“ Yves Thomé am vergangenen Wochenende zu Gast in der Einrichtung.

Der Lüdenscheider leitete den Workshop bereits zum vierten Mal. Am Freitag gab er den Teilnehmern, die ein Mindestalter von 12 Jahren hatten, zunächst Theorieunterricht. „Wir sprühen hauptsächlich das klassisch amerikanische Graffiti“, erklärt er. Dieses habe seinen Ursprung in New York. Dabei gehe es vor allem darum, buchstabenorientierte Kunst zu machen.

Um seinen mit eigenen Ideen beschäftigten Zuhörern zunächst ein Gefühl für die bevorstehende Arbeit zu geben, sollte zuerst auf einem Blatt Papier geübt werden, Striche und kleine Felder zu zeichnen. Danach durfte jeder seinen Ideen endlich „freien Lauf“ lassen und die vorgefertigten Zeichnungen auf ein Holzbrett übertragen. Die Bretter wurden dabei nicht nur sehr bunt, sondern auch auf vielfältige und einzigartige Weise besprüht. Wer mochte, durfte sich am Ende des Workshops sein Kunstwerk mit nach Hause nehmen.

Aber nicht nur persönliche Erinnerungen wurden gewonnen, auch die Innenwände des Jugendtreffs bilden nun Zeugen der jungen Künstler ab. Bei einem Gang durch das Jugendzentrum kommen Yves Thomé Erinnerungen: „Die Aufschrift im Treppenhaus ist bei einem der vergangenen Workshops entstanden. Ebenso die Minecraft-Figuren in der Spielecke“ freut er sich.

In dem jüngsten Workshop entschieden sich die Teilnehmenden für das Motiv „London Skyline“, das nun im Obergeschoss des Gebäudes zu finden ist. Als Ausklang des Workshops wurden am Samstag Mittag mit den verbliebenen Spraydosen weitere Holzbretter besprüht. Die Resonanz der Teilnehmenden war äußerst positiv. Der Workshop sei „sehr cool“ gewesen, war immer wieder zu hören.

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