Das Ende der tristen Pfeiler

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Einfach nur beschmiert! Mit Graffiti-Kunst, hat dieses „Werk“ am Brückenpfeiler am Valberter Ortseingang nichts zu tun.

Valbert - Es gibt sie im gesamten Stadtgebiet und sorgen bei den meisten Betrachtern für Verärgerung: Farbschmierereien an öffentlichen und privaten Flächen. So auch an der Brücke am Ortseingang Valberts, wo gleich zwei Pfeiler von wilden Sprayern heimgesucht wurden. Doch bald könnte Abhilfe geschaffen werden.

Um eine optische Verbesserung vorzunehmen, hat sich vor einiger Zeit ein Duo zusammengetan. Jörg Simon (sachkundiger Bürger der SPD) und Ortsvorsteher Hans-Gerd Turck (CDU) arbeiten gemeinsam an einer Lösung. „Uns stört der Anblick. Wir wollen etwas zur Verschönerung beitragen und haben dabei an ein Graffito gedacht“, sagen die beiden Valberter.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Landesbetrieb Straßen.NRW gegenüber der Stadt seine grundsätzliche Bereitschaft zur Umgestaltung der gut 60 Quadratmeter großen Fläche signalisiert. Bedingungen hierfür: Das verwendete Material darf die Bausubstanz nicht angreifen und die Gestaltung darf die Verkehrsteilnehmer nicht irritieren. „Für bestimmte Bereiche, wie zum Beispiel Kreisverkehre, gibt es entsprechende Richtlinien für die Gestaltung. In derartigen Fällen wie in Valbert, entscheiden wir nach Vorlage eines Entwurfes“, erklärt der Medienbeauftragte von Straßen.NRW, Michael Overmeyer.

Um an einen solchen Entwurf zu kommen, hat sich Jörg Simon mit den Graffiti-Künstlern Ole Hafner und Tobias Reichler vor Ort getroffen. Beide haben mit ihren bisherigen Arbeiten – davon alleine drei Buswartehäuschen im näheren Umkreis des Ebbedorfes und an der Haaner Straße sowie an der Meinerzhagener Polizeiwache – viel Anerkennung erhalten (die MZ berichtete). Die beiden werden in den nächsten Tagen ihre Gestaltungsgedanken zunächst als Schwarz-Weiß-Skizze vorlegen und auch ihre Kostenvorstellungen für eine mögliche Arbeit nennen.

Sollten die darin genannten Konditionen ebenso wie der künstlerische Teil passen, könnte dann der Kontakt zu Straßen.NRW aufgenommen werden. Bei einer entsprechenden Genehmigung stünde einer gewissen Unterstützung für die grundlegenden Voraussetzungen eines Graffito, zum Beispiel die Untergrundbehandlung und ein neutraler Voranstrich, nichts im Wege. „Wir beseitigen alljährlich an bestimmten Stellen Graffiti. Nicht zuletzt auch, um eine gewisse Sogwirkung auf Nachahmer zu unterdrücken“, sagt Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck gegenüber der MZ. Für ihn wie auch für die Valberter Initiatoren unerlässlich: „Die Kosten müssen in einem vertretbaren Rahmen bleiben.“ Und über diesen würde sicher zu gegebener Zeit, wie bei den bisherigen Aktionen mit städtischer Beteiligung, auch die Kommunalpolitik informiert werden.

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