Legal statt bei Nacht und Nebel: Sprayer am Jugendzentrum

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Mit Atemmaske und Spraydose im Einsatz waren die Jugendlichen zum Abschluss des zweitägigen Workshops.

Meinerzhagen – Zu einem tiefen Blick hinein in die bunte Graffiti-Welt hatte das Jugendzentrum im Rahmen der mobilen Kinder- und Jugendarbeit für die letzten beiden Sommerferientage eingeladen. Dafür konnte die Einrichtung den Lüdenscheider Graffiti-Künstler Yves Thomé als Kursleiter gewinnen.

Vonseiten des Jugendzentrums organisierte Jana Engel die beiden Aktionstage am Montag und am Dienstag. Nach dem Kennenlernen stand am ersten Tag zunächst die Theorie im Mittelpunkt. 

Thomé ging auf die lange Geschichte der Wandmalerei ein, die schon im Alten Ägypten praktiziert wurde. Damals ritzten die Menschen Namen, Symbole oder einfache Bilder in Stein. Heute dagegen gibt es eine Fülle verschiedener Darstellungsformen. Populär wurden Graffiti ab den 1970er-Jahren. Musik und Film machten schnell auch die europäische Jugend auf die Möglichkeiten dieser besonderen Kunstform aufmerksam. 

„Am Montag hat jeder Teilnehmer zuerst mal seinen Namen gezeichnet“, beschreibt Yves Thomé den Einstieg in die praktische Gruppenarbeit. Natürlich hat es am ersten Tag auch einige Sprühübungen gegeben. Ob Tag (sprich: „Tägg“, Schriftzug), Throw Up (schnell und groß geschriebener Schriftzug) oder Character (Schriftzug mit Bild): Gesprüht und gezeichnet wird nur auf Flächen, die dafür bereitgestellt worden sind, betonte der Kursleiter. Wer seine Tags oder Bilder ohne Erlaubnis überall drauf sprüht, begeht Sachbeschädigung, riskiert Strafen und muss viel Geld für die Beseitigung der Bilder bezahlen. 

Die jungen Graffiti-Künstler aus dem Jugendzentrum sind natürlich legal im Einsatz. Sie verschönern mit ihren Werken Zäune und Wände auf dem Skater-Platz an der Oststraße. Form und Farbe spielen dabei eine große Rolle. Entsprechend aufwendig war am zweiten Kurstag die Erstellung der Entwürfe auf Papier. Später wurden diese Vorgaben dann fachgerecht in Originalgröße umgesetzt.

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