Auch die Polizei setzt auf Graffiti-Sprayer

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Ole Hafner (links) und Tobias Reichler sind mit ihren Farbdosen nicht nur in Meinerzhagen und Kierspe aktiv.

Meinerzhagen - Es ist das Ziel der Graffiti-Sprayer, ihr Zeichen, ihre Message zu hinterlassen. Oftmals endet das dann jedoch damit, dass ein Wirrwarr aus Symbolen und Farben eher wie Schmierereien wirkt. Ganz abgesehen von denen, die einfach völlig sinnlos Gegenstände und Wände in der Öffentlichkeit beschmieren. Ganz anders hingegen ist das bei Ole Hafner und seinem Freund Tobias Reichler.

Sie haben sich in den vergangenen Monaten mit ihren Graffitis in Meinerzhagen und Kierspe einen Namen gemacht und viel Lob und Anerkennung erhalten. Nicht zuletzt ein Indiz hierfür: Nach den anfänglich von ihnen insgesamt vier gestalteten Motiven in Buswartehäuschen in Valbert und Ihne (MZ berichtete) kommen immer neue Anfragen hinzu. Dabei ist sicherlich auch die enge Verbindung der gewählten Motive zur jeweiligen Örtlichkeit ein Grund für die Nachfrage.

So wird denn demnächst etwas „Sportliches“ von den beiden Graffiti-Sprayern aus Reichshof-Sinspert und Lengelscheid zu sehen sein. Mit dem Vorstand des RSV Listertal ist man sich einig darüber, dass die komplette Fassade des Gerätehauses am Herbert-Jassmann-Stadion in Hunswinkel verschönert wird.

„Für das beschmierte Buswartehäuschen in Mühlhofe haben wir uns auf Motive im Zusammenhang mit der Knochenmühle geeinigt“, weiß Rudi Lahme von der IG-Knochenmühle zu berichten. Hierzu hat bereits unter Einbeziehung des Vorsitzenden des Heimatvereines vor Ort ein Vorgespräch mit den beiden Künstlern stattgefunden.

Ein weiterer „Hingucker“ ist im Moment für eine sonst eher noch „unübliche“ Stelle in Arbeit. Auf Initiative von Michael Stumpe, Leiter der Polizeiwache Meinerzhagen, sind erste Gespräche mit Tobias Reichler und Ole Hafner aufgenommen worden. „Wir denken derzeit intensiv darüber nach, die Wand an der Durchfahrt zum Innenhof an der Wache mit einem Graffiti gestalten zu lassen“, erläutert Michael Stumpe im Gespräch mit der MZ. Fast selbstverständlich, dass dabei die „polizeilichen Belange“ in die Motivplanung einfließen werden.

Und während die Renovierungsarbeiten an der Wache an der Oststraße planmäßig weiterlaufen und in absehbarer Zeit daher der Umzug erfolgen kann, gehen auch die Planungen für das Graffiti-Projekt weiter. „Es gibt noch ein paar offene Fragen, aber ich hoffe, dass wir zu einem positiven Ergebnis kommen“, erläutert Michael Stumpe.

Sollte dieses dann eintreten, ist eines sicher: Auch die Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen, sie ist Vermieterin der Polizeiwache, würde sich über ein ansprechendes Graffiti freuen. „Ich kenne das ein oder andere Graffiti der beiden jungen Künstler und bin mir sicher, dass es auch an der geplanten Stelle eine positive Sache wäre“, meint Sparkassenvorstand Roman Kappius im Gespräch mit der MZ.

Wer sich über die beiden Künstler informieren möchte, kann dies hier im Internet tun.

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