Lanuv formuliert Verhaltensregeln

Das sollten Sie tun, wenn Sie einen Wolf sehen!

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Meinerzhagen - In Siegen-Wittgenstein und im Kreis Oberberg wurden bereits Wölfe gesichtet. Dass sie sich weiter in Westfalen verbreiten, gilt als sehr wahrscheinlich. So sollten sich Fußgänger, Jogger und Fahrradfahrer tun, wenn plötzlich ein Wolf vor ihnen steht.

Mit der Frage nach dem richtigen Verhalten hat sich das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) befasst. Dort kommt man allerdings zu dem Schluss, dass es generell äußerst unwahrscheinlich ist, dass Menschen einen Wolf überhaupt zu Gesicht bekommen. Denn: „Wölfe meiden die Nähe des Menschens“, heißt es.

Doch keine Regel ohne Ausnahme: „Vor allem bei jungen und unerfahrenen Wölfen kann es aber vorkommen, dass die Neugier stärker ist als die Furcht“, informiert das Landesamt. Es formuliert deshalb bereits vier Verhaltensmaßnahmen, die jeder kennen sollte, der sich in Feld und Wald aufhält:

  • Nicht versuchen, sich dem Wolf zu nähern, den Wolf anzufassen oder zu füttern. 
  • Nicht weglaufen, am besten stehen bleiben und abwarten, bis sich der Wolf zurückzieht. 
  • Wenn man selbst den Abstand vergrößern will, langsam zurückziehen. 
  • Man kann den Wolf auch vertreiben, indem man auf sich aufmerksam macht (laut ansprechen, in die Hände klatschen, mit den Armen winken). 

Wolfsichtungen melden

Die Mitarbeiter des Landesamtes bitten außerdem darum, gesichtete Wölfe zu melden. Werktags ist das Landesumweltamt unter der Rufnummer 02361/3050 zu erreichen. Außerhalb der Geschäftszeiten und an Wochenenden ist die Nachrichtenbereitschaftszentrale zuständig. Deren Mitarbeiter können unter Tel. 0201/714488 kontaktiert werden. Die Email-Adresse des LANUV lautet wolf_nrw@lanuv.nrw.de

Um möglichst zeitnah und umfassend über die Entwicklung in Sachen „Wölfe in NRW“ zu informieren, hat das LANUV eine Internetseite eingerichtet, die unter der Adresse https://wolf.nrw/wolf/de zu finden ist. „Darauf sind die aktuellen Meldungen des Landesumweltamtes und die elementaren Grundlagen zum Thema aufgeführt. Wir informieren über Biologie und Verhalten des Wolfes und dokumentieren bestätigte Wolfsnachweise in einer geodaten-basierten Karte, die interaktiv abgerufen und nach bestimmten Kriterien gefiltert werden kann“, informiert die Behörde. 

Wölfe fressen Schafe - nicht nur im Märchen

Wölfe fressen Schafe – nicht nur im Märchen. Nutztier-Risse, die dem LANUV gemeldet wurden, werden als nachweislich belegte Fälle oder als Falschmeldungen auf der Homepage aufgelistet. Und Sichtungen eines Wolfes können direkt auf diesem Portal gemeldet werden. „Sie finden hier auch die Kontaktdaten der zuständigen regionalen Wolfsberater. 

Tierhalter erfahren, welche Hilfen sie in Anspruch nehmen können, wenn sie ihre Herden durch den Wolf konkret bedroht sehen oder Schäden melden wollen, die vermutlich durch einen Wolf verursacht wurden“, heißt es.

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