Glory Gospel Singers aus New York begeistern

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Für einen kleinen Gesangswettbewerb fanden sich mutige Frauen und Männer, die am Sonntagabend alles gaben.

Meinerzhagen - Mit dem traditionellen Gospelsong „Amen“ – temperamentvoll vorgetragen – begann das Konzert der Glory Gospel Singers aus New York, die am Sonntagabend in der voll besetzten St. Marien-Kirche Station machten.

Seit 1995 touren die Glory Gospel Singers unter der Leitung von Phyliss McKoy Joubert durch die Lande, um die frohe Botschaft des Gospel mit exzellenten Stimmen zu verbreiten. 192 Tourneen haben sie mittlerweile in 188 Länder geführt. Für jede Tour werden die Sängerinnen und Sänger aus einem weitaus größeren Chor in der amerikanischen Ostküstenmetropole ausgewählt.

Nach dem schwungvollen gemeinsamen Auftakt hatten sie bei eher ruhigen Stücken wie „Kumbaya“ oder „Swing low, sweet chariot“ Gelegenheit, als Solisten ihr beeindruckendes Klangspektrum zu präsentieren, entweder a capella oder begleitet vom Chor und/oder von Terrence Nelson am Keyboard. Und der Funke sprang über: Die Zuhörer zeigten sich von der afroamerikanischen Kirchenkultur und den ausdrucksstarken Stimmen tief beeindruckt und klatschten und sangen begeistert mit.

Auch für einen kleinen Gesangswettbewerb fanden sich mutige weibliche und männliche Teilnehmer aus ihren Reihen, die sich nach vorne wagten und nach Vorgabe durch die Sängerinnen und Sänger alles gaben. Mal lagen die Männer vorn in der Gunst des Publikum, mal die Frauen. Phyliss McKoy Joubert fällte ein diplomatisches Urteil: Beide Gruppen verdienten Applaus.

Im zweiten Teil des rund anderthalbstündigen Konzerts wurde den Zuhörern neben weiteren einfühlsam vorgetragenen Songs auch Schillers „Ode an die Freude“ aus Beethovens neunter Sinfonie als Gospelsong präsentiert. Und mit „Amazing Grace“ brachte die Chorleiterin ihr tiefes Mitgefühl für die Opfer der Terroranschläge in Deutschland zum Ausdruck. Mit „O happy day“, mit Matelyn Johnson als Solisten, wollten die Glory Gospel Singers ihr Konzert ausklingen lassen. Aber ohne Zugabe wollten die Zuhörer, die stehend Applaus spendeten, die brillanten Stimmen, die sowohl mit hohen als auch tiefen Tönen, mehrstimmig oder als Kanon und gemeinsam mit dem Publikum begeistert hatten, nicht ziehen lassen. Sie wurde gewährt. Dann konnten sich die Zuhörer beim Verlassen der Kirche persönlich von den Akteuren verabschieden.

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