Gewerbegebiet bekommt eine zweite Zufahrt

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Letzte Arbeiten müssen im Einmündungsbereich noch vorgenommen werden. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Die Arbeiten an der zweiten Zufahrt zum Gewerbegebiet Darmche werden in dieser Woche abgeschlossen.

„Mit dem Aufbringen der Asphaltdecke in dieser Woche sind die Bauarbeiten für den Straßenanschluss des Gewerbegebietes an die Kreisstraße vier in der Ortslage Sebastopol im Wesentlichen fertiggestellt“.

Mit diesen sachlichen Worten beschreibt Markus Schade vom Tiefbauamt auf Nachfrage der MZ den Abschluss einer Tiefbaumaßnahme, die für die in Darmche ansässigen Gewerbebetriebe erhebliche Bedeutung hat.

Mit dem für rund 200 000 Euro von der Kirchhundemer Firma Straßen- und Tiefbau errichteten Straßenstück steht jetzt endlich eine zweite Zufahrt zum Gewerbegebiet zur Verfügung.

Immer wieder war in der Vergangenheit von den Gewerbeanliegern und den Vertretern von Rat und Verwaltung mit Besorgnis auf die „Nadelöhr“-Situation bei der bisherigen Zufahrt über den Darmcher Grund geblickt worden. Wie problematisch die Erreichbarkeit des Gewerbegebietes in der Vergangenheit war, wurde Ende 2009 Anfang 2010 besonders deutlich. In dieser Zeit musste die bisher einzige Zufahrt über den Darmcher Grund saniert werden. Die Brücke über die A 45 hatte im Laufe der Jahre erhebliche Schäden an der Fahrbahnoberfläche und den Seitenkappen zu verzeichnen. Die Anfahrt per Lastwagen verlangte von deren Fahren in dieser Zeit ein extremes Augenmaß. Ein Zustand, der nunmehr nie wieder eintreten kann.

In dem jetzt erschlossenen Bereich des Gewerbegebietes können keine Gewerbe-grundstücke mehr angesiedelt werden, es handelt sich bei den angrenzenden Flächen nur noch um im Bebauungsplan festgesetzte Ausgleichsflächen.

Aus diesem Grund konnte bei den Ausbauarbeiten auf die Kanäle für die Oberflächen- und Abwasserbeseitigung verzichtet werden. Ein Fakt, der sich bei den Kosten im Vergleich zu den anderen Bauabschnitten positiv auswirkt. „Wann wir die Zufahrt zum Gewerbegebiet offiziell frei geben, steht noch nicht genau fest. Im Bedarfsfall kann dies aber sehr schnell erfolgen“, so Markus Schade. Die Anwohner von Nordhellen können die neue Zufahrt nach ihrer Fertigstellung direkt nutzen.

Das Gewerbegebiet Darmche ist mit seinen rund 70 Hektar Gesamtfläche (etwa 45 Hektar davon sind Baufläche) etwa doppelt so groß wie das gemeinsam mit der Stadt Kierspe errichtete Interkommunale Gewerbegebiet Grünewald.

Die „Flächennachfrage“ in Darmche war in der Vergangenheit stetig. Besonders ortsansässige Firmen mit Erweiterungsbedarf, aber auch neue Betriebe fanden hier eine Heimat. Ein mögliches „Abwandern“ und damit auch ein Verlust von Steuereinnahmen und Arbeitsplätzen wurde in diesen Fällen verhindert. ▪ jjh

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