Waffenamnestie endet bald

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Gerade einmal ein Gewehr wurde im Rahmen der sogenannten Waffenamnestie in der Wache in Meinerzhagen abgegeben. Die Frist endet am 1. Juli

Meinerzhagen - Von Waffen geht für viele Menschen eine große Faszination aus. Manchmal ist diese so stark, dass sich Menschen Waffen besorgen, die sie legal gar nicht besitzen dürfen.

Während ein Springmesser noch leicht zu entsorgen ist, denn im Zweifelsfall ist dieses in der Mülltonne immer noch besser aufgehoben, als in der Jackentasche. Bei Schusswaffen sieht das ganz anders aus.

Das zeigte sich auch, als 2009 in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Kiersper und Meinerzhagener die sogenannte Waffenamnestie nutzten, um sich von illegal im Besitz befindlichen Gewehren und Pistolen zu trennen. Derzeit läuft erneut eine Frist für eine solche Amnestie, die allerdings in gut einer Woche bereits am 1. Juli endet.

Doch das Interesse bei den Kierspern und Meinerzagenern hält sich in Grenzen. Gerade einmal ein Gewehr wurde bislang von einem Meinerzhagener abgegeben, teilt ein Sprecher der Kreispolizeibehörde mit.

Geregelt ist in der Waffenamnestie, dass Menschen, „die innerhalb dieser Frist den zuständigen Waffenbehörden und Polizeidienststellen entsprechende Waffen oder Munition übergeben, nicht wegen unerlaubten Erwerbs, unerlaubten Besitzes, unerlaubten Führens oder unerlaubten Verbringens illegal besessener erlaubnispflichtiger Waffen und Munition bestraft werden.“

Doch was passiert, wenn beispielsweise in einem geerbten oder erworbenen Haus noch eine Waffe auftaucht, die der neue Besitzer nicht besitzen darf?

„Auch nach der Frist wird niemand abgewiesen, der eine Waffe abgeben möchte“, verspricht Polizeisprecher Dietmar Boronowski. Eine Strafe sei auch nach dem 1. Juli nicht zu erwarten. Er rät den Waffenbesitzern wider Willen, vor einer Fahrt zur Wache mit den Waffenexperten der Kreispolizeibehörde Kontakt aufzunehmen. Denn: „Vielleicht ist es auch möglich, die Waffe zu behalten, wenn diese so bearbeitet werden kann, dass sie nicht mehr zu nutzen ist. Dann kann sie zumindest als Erinnerungsstück bei den Erben bleiben.“

Kontakt zu den Waffenexperten der Kreispolizeibehörde in Iserlohn kann unter der Rufnummer 02371/91992110 aufgenommen werden.

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